CHRISTUS FÜR SPANIEN


MONATSBRIEF VON UNAI ARRETXE
NR. 01, Januar 2021

Liebe Freunde und Geschwister

Die Pandemie, die auch Spanien heimsucht, will sich nicht zurückziehen. Wenn es in einem Gebiet weniger Fallzahlen gibt, so steigen sie in einer anderen Gegend an. Manchmal scheint es, dass ihre Aktivität auf einen Stadtteil beschränkt ist, doch dann steigt die Zahl von Infizierten in einem anderen Teil der Stadt wieder an. Die finanzielle Situation des Landes und die angeschlagene Gesundheit vieler Menschen, beeinflussen die Stimmung der Menschen negativ.

Viele von uns, die in diesem Teil der Welt leben, waren bisher überzeugt, dass Epidemien wie die von Covid 19 der Vergangenheit angehörten, oder nur in anderen Gegenden der Welt auftreten. Doch plötzlich werden wir von diesem Virus befallen, das vor niemandem Halt macht! Wie ist das möglich? Was ist da los? Was sollen wir tun?

Das Coronavirus zwingt uns dazu, Fragen zu stellen, was im Leben wichtig ist, hier und jetzt, bevor es zu spät ist. Manchmal braucht es ein Sandkorn, um die Maschinerie des Alltags zu blockieren und uns zu zwingen, innezuhalten, zu reflektieren und gute Entscheidungen zu treffen. Dieses Innehalten wird heilsam, wenn es uns dazu bringt, die Botschaft der Bibel, die Jahrhunderte überdauert hat, zu entdecken, welche uns das ewige Leben eröffnet.


Daher können und müssen wir Christen in dieser Zeit der globalen Krise mit Wort und Tat die Botschaft der Liebe und Wahrheit Jesu weitergeben. Es ist notwendig und dringend, Millionen von Menschen, die von der Angst angesteckt worden sind, eine Botschaft des Glaubens und der Hoffnung zu geben. Viele erkennen, dass das Leben, wie sie es bisher kannten, keine Garantie für den Fortbestand hat, nicht einmal kurzfristig; sondern ganz im Gegenteil, es kann viel früher enden als erwartet.

Dies ist also eine Zeit der Chancen, die wir alle nutzen müssen. Die einen, die es noch nicht getan haben, indem sie ihre eitle Lebensweise erkennen, ihre Sünden bereuen und die Vergebung und Errettung annehmen, die Gott ihnen aus Gnade, durch den Glauben an Jesus Christus, anbietet.

Und diejenigen von uns, die bereits frei von Verdammnis sind – weil sie von ganzem Herzen glauben, dass Jesus von den Toten auferstanden ist, und die auch öffentlich mit ihrem Mund bekennen, dass Jesus der Herr ist – , müssen diese Zeit nutzen, um mit Worten und Taten der Barmherzigkeit die Wahrheit und Liebe von Jesu zu beweisen. Dies ist das grosse Geschenk, das Gott einer kranken Welt macht. Dies ist das Geschenk, das uns jedes Jahr an das Weihnachtsfest erinnert. Es ist dieses Geschenk, das TCCH jeden Tag versucht, mit Eurer Unterstützung allen Menschen zu geben.

„Wir müssen das Böse mit Gutem überwinden; sieh nicht weg, wenn du siehst, dass jemand deine Hilfe braucht.“

Diese Aussage erinnert uns an Cipriano, ein weiser Bischof, dessen Beispiel uns inspirieren und zu christlichem Handeln bewegen sollte. Ich möchte Euch etwas über ihn erzählen.

Tascio Cecilio Cipriano lebte in Karthago (dem heutigen Tunesien), im dritten Jahrhundert nach Christus. Er wurde in eine wohlhabende und einflussreiche Familie hineingeboren und hatte eine brillante Ausbildung in römischem Recht und Literatur genossen. Nach seiner Bekehrung stiftete er einen grossen Teil seines Vermögens und widmete sich dem Bibelstudium und der Seelsorge, in der er sich bald auszeichnete und schliesslich zum Bischof von Karthago gewählt wurde.

Zu dieser Zeit befand sich das Römische Reich in einer tiefen politischen, sozialen, militärischen und wirtschaftlichen Krise. Aber das Schlimmste kam um das Jahr 250, als eine Seuche aus Äthiopien und Ägypten in die römische Welt einbrach. Laut Chroniken starben täglich 5000 Menschen. Die Stadt Alexandria (Ägypten) verlor 60% ihrer Bevölkerung durch diese Seuche.

Im Jahr 252 wurde Karthago von der Pest heimgesucht. Pontius, ein Diakon, der Cipriano half, erzählte es so: Eine schreckliche Seuche erschien. Diese grausame Krankheit überfiel die Bevölkerung. Plötzlich wurden täglich unzählige Menschen von der Pest befallen und starben in ihren Häusern. Diese Pest ist in die Annalen der Medizingeschichte eingegangen als die Epidemie von Cipriano.

Es ist verständlich, dass sich aus Angst vor Ansteckung niemand traute, sich um die Kranken und Verstorbenen zu kümmern. Es waren die Christen, die, ermutigt und geführt von Cipriano, beschlossen, den Kranken und Sterbenden zu helfen. Sie übernahmen die Aufgabe, den Kranken beizustehen und sie zu waschen, die Sterbenden zu trösten und die Verstorbenen zu bestatten. Und sie taten dies sogar mit denen, die sie zuvor wegen ihres Glaubens an Christus angeklagt und verfolgt hatten. Ein wahrer Beweis der christlichen Liebe! „Weigere dich nicht, dem Bedürftigen Gutes zu tun, wenn deine Hand es vermag.“ (Sprüche 3,27)


Diesem Beispiel versuchen wir als Christen in der aktuellen Pandemie zu folgen. Wir haben uns der Mission verschrieben, Gottes Liebe und Wahrheit zu verkünden. Wir danken Gott, dass letzten Monat, dank Eurer grosszügigen Unterstützung, durch die Mitarbeit von 28 Freiwilligen und 4 Gemeinden, fast 9’300 Familien die Botschaft vom Leben und der Errettung in Christus erhalten haben.

Unsere Zusammenarbeit mit allen christlichen Gemeinden ermöglicht es uns, die Botschaft des Lebens mit Taten der Barmherzigkeit zu überbringen. Dieses Jahr haben wir auch einen Jahreskalender mit schönen Postkarten für Erwachsene und einen weiteren für Kinder gedruckt. Sie enthalten biblische Verheissungen, die uns an Gottes Liebe und Fürsorge erinnern.

In diesen Tagen der Weihnachts- und Neujahrsfeiern müssen wir uns bemühen und – koste es, was es wolle – das Brot des Lebens teilen, das vom Himmel herabkam, um allen, die daran glauben, Leben zu schenken. Deshalb denken wir, dass das beste Weihnachts- und Neujahrsgeschenk darin besteht, diese Botschaft des Lebens und des Friedens so vielen Menschen wie möglich anzubieten.

Nichts, was wir tun, wäre ohne Euch möglich. Ihr seid ein wesentlicher Teil dieser Arbeit. Und der Herr schenkt Euch viel Frucht, wie Er es versprochen hat: „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und eingesetzt, damit ihr hingeht und Frucht bringt – Frucht, die bleibt – und damit der Vater euch gibt, worum ihr in meinem Namen bittet.“ (Johannes 15,16)

Ich wünsche Euch ein frohes Weihnachtsfest sowie ein gesegnetes und zielgerichtetes neues Jahr.

Euer Freund und Missionspartner,



José Seisdedos


Briefe und Zeugnisse

Von Carlos Rodríguez - Gijon (Asturien)
Carlos Rodríguez erhielt eine TCCH-Evangeliumsbroschüre auf einer Strasse in Gijon (Asturien, Nordspanien). Als er sie las, spürte er, dass der Heilige Geist ihm eine neue Chance gab. Nach seinem eigenen telefonischen Zeugnis ist Carlos wie das Schaf, das vom Weg des Herrn abgekommen ist. Er war ein engagierter Christ gewesen, aber er gab der Versuchung nach, war seiner Frau und seinen Kindern untreu und verliess die Familie wegen einer anderen Frau, die ihn anschliessend aber auch verliess.

Er rief im Büro an und erzählte uns seine Geschichte. Er fühlte sich schuldig, verletzt und unglücklich. Die Broschüre liess ihn sich selbst als den verlorenen Sohn aus dem Gleichnis sehen – vielleicht würde Gott Mitleid mit ihm haben, dachte er – deshalb rief er uns an. Er bat uns um die Adresse einer Gemeinde in Gijon, in der er sich mit anderen Gläubigen versammeln könne. Er brauche einen emotionalen und geistlichen Zufluchtsort, wo er neu anfangen könne. Er wolle zu Christus zurückkehren, aber er brauche Hilfe.

Wir ermöglichten Carlos das, worum er uns bat, und ermutigten ihn, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzugehen, denn – so sagten wir – wie die Geschichte vom verlorenen Sohn erzähle, warte der liebende Vater immer mit offenen Armen auf ihn. Wie viele Menschen sind wie Carlos? Das Gute daran ist, dass Gott sie alle wieder willkommen heissen will!


Von Joanna Loyola - Madrid)
Wendy ist eine junge Maniküre-Spezialistin, die wegen den Einschränkungen von Covid-19 in eine tiefe Depression gefallen ist, für die sie sich in psychologische Behandlung begab, jedoch ohne positive Ergebnisse. „Ich habe Gott gebeten, jemanden zu schicken, der mir wirklich helfen kann, und mit Euch habe ich begonnen, das Licht und den Ausgang des Tunnels zu sehen“, sagt sie. Die Antwort auf ihr Gebet kam in der Person unserer Mitarbeiterin Joanna Loyola, die mit Wendy die Hoffnung auf das ewige Leben in Christus teilte. „Ich gab ihr einen Kalender und eine Broschüre von TCCH. Sie war sehr bewegt von der Botschaft. Ich hoffe, dass sie bald anfängt, zu den Versammlungen der Gemeinde zu gehen. Bitte betet für Wendy und für viele, die wie sie in Depressionen gefallen sind“, sagt Joanna.

Von Tania - Madrid
Mein Name ist Tania, ich bin Rumänin, aber ich lebe schon seit Jahren in Madrid. Obwohl ich hier in Madrid eine rumänische Gemeinde besuche, sehe ich das tiefe Bedürfnis der Spanier, die Wahrheit und Liebe Jesu kennenzulernen. Aufgrund der Pandemie habe ich meine Arbeit verloren. Aber ich mache mir keine Sorgen, weil ich weiss, dass Gott für mich sorgt, und ich nutze diese Zeit der erzwungenen Ruhe, die Gott mir gibt, um Sein Wort zu säen.

Es ist ein grosser Segen, auf Eure Unterstützung zu zählen, und auf Euren Rat hin mobilisiere ich die Gemeinde in der Aufgabe der Evangelisation. Dafür bin ich sehr dankbar, wie auch für Eure wunderbaren Broschüren, die so hilfreich sind, wenn ich hinausgehe, um Samen der Hoffnung zu säen. Ich habe mir für November und Dezember vorgenommen, die Botschaft des Evangeliums zu den Menschen auf der Strasse zu bringen sowie auch in die Häuser. Bitte betet für mich, damit die Saat zu gegebener Zeit keimt und reiche Frucht trägt. Ich danke Euch dafür!


Lobpreis und Gebetsanliegen

"Darum gehet hin und lehret alle Völker:
Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.
Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." (Matthäus 28, 19-20)

• Spanien - Evangelisation
Wir danken Gott, dass letzten Monat dank Eurer treuen und grosszügigen Unterstützung durch die Beteiligung von 28 ehrenamtlichen Mitarbeitern und 4 Gemeinden fast 9’300 Familien die Botschaft vom Leben und der Errettung in Christus erhalten haben. Bitte betet dafür, dass viele von ihnen die Erfahrung eines verwandelten Lebens durch Jesus machen können.

• Spanien - Depression
„Bitte betet für Wendy und für viele, die wie sie in eine Depression gefallen sind.“ Viele Menschen sind aufgrund des Coronavirus depressiv geworden. Wir erleben es jeden Tag. Lasst uns beten, dass sie in dieser Zeit der Angst und Dunkelheit ihren Blick auf den richten, der sie aus dieser Situation herausholen und ihre Füsse auf den festen Felsen stellen kann – Jesus Christus.

• Spanien - Kinder
Kinder sind vielleicht eine der Bevölkerungsgruppen, die am meisten von der Pandemie betroffen sind. Nicht weil es unter ihnen Todesfälle gegeben haben könnte – Gott sei Dank spielt ihr Immunsystem zu ihren Gunsten –, sondern weil sie sich im natürlichen Prozess der emotionalen und geistigen Entwicklung befinden und der fortgesetzte Lockdown psychische Schäden verursacht haben könnte, die jetzt nicht festgestellt werden können. Lasst uns für sie beten. Betet auch für ihr körperliches und emotionales Gleichgewicht. Betet, dass sie alle die Möglichkeit haben, Jesus näher zu kommen.

• Spanien - Eltern
Wir Erwachsenen haben die Verantwortung, keine Hindernisse zu sein, die Kinder davon abhalten könnten, Jesus näher zu kommen. Diese Verantwortung fällt in besonderer Weise den Eltern zu, in deren Obhut Gott die Kinder als Erbe anvertraut hat. Betet für die Eltern, dass sie nicht nur keine Hindernisse aufstellen, sondern auch aktiv Zeit und Raum schaffen, in denen die Kinder Christus näherkommen und Ihn kennenlernen können.

• Spanien - Chinesische Einwanderer
In den letzten 30 Jahren sind Einwanderer aus der ganzen Welt nach Spanien gekommen. Eine wichtige und produktive Gruppe sind die chinesischen Einwanderer, von denen viele bereits Kinder und sogar Enkelkinder haben, die in Spanien geboren wurden. Ebenso haben sich viele von ihnen in diesem Land zu Christus bekehrt, dank der Arbeit mehrerer chinesischer Pastoren mit einer apostolischen Berufung, die vor über 30 Jahren nach Spanien kamen.
In den letzten 3 Jahren habe ich engen Kontakt mit der Leitung der chinesischen Gemeinden gehalten und sie herausgefordert, über ihre kulturellen Grenzen hinauszugehen, um mit TCCH bei der Evangelisierung der Spanier zusammenzuarbeiten, was sie akzeptiert haben. Bitte betet, dass Gott den gesamten Prozess leitet.



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