CHRISTUS FÜR SPANIEN


MONATSBRIEF VON JOSÉ SEISDEDOS
NR. 04 April 2021

Liebe Freunde und Geschwister

Francisco Gutiérrez Davila.

Das vergangene Jahr war für mich nicht einfach, und ich kann mir vorstellen, dass es auch für viele von Euch eine Herausforderung war. Es war schmerzlich, sich von einigen unserer treuen Mitarbeitern verabschieden zu müssen, die jetzt frei von Schmerzen und körperlichen Leiden den ewigen Frieden gefunden haben. Sie sind Helden des Glaubens. Einer von ihnen war unser lieber Bruder und enger Mitarbeiter, Francisco Gutiérrez Davila, bei dessen Beerdigung ich vor sieben Tagen anwesend war.

Unser Herr Jesus Christus, der alle Macht im Himmel und auf Erden hat, ist mit uns, und mit Ihm gehen wir weiter ohne Furcht voran. Gemeinsam und vereint laufen wir in die gleiche Richtung, tragen die Fackel des Evangeliums hell und klar und erleuchten die Bevölkerung, die vom Virus der Angst belagert wird. Trotz der Gefahr einer Ansteckung gehen unsere Mitarbeiter auf die Strasse und setzen sich nach dem Vorbild Christi für das Evangelium ein.

„Jesus ist gekommen, um durch den Tod den zu vernichten, der die Herrschaft über den Tod hat, nämlich den Teufel, und um alle zu befreien, die aus Furcht vor dem Tod ihr Leben lang der Sklaverei unterworfen waren.“ (Hebräer 2,14-15) Wir haben Seine befreiende Kraft erfahren. Aber ausserhalb unserer Komfort- und Sicherheitszone gibt es Menschen, die durch Angst vor dem Tod versklavt sind, ohne Hoffnung und ohne Gott in der Welt. Lasst uns dem Beispiel Christi folgen.

Jesus sagte: „Wer sein Leben liebt, der wird es verlieren; und wer sein Leben in dieser Welt hasst, der wird es behalten zum ewigen Leben. Wer mir dient, der folge mir nach; und wo ich bin, da wird auch mein Knecht sein. Wer mir dient, der wird von meinem Vater geehrt werden.“ (Johannes 12,24-26)

Ich möchte mit einer Geschichte aus dem Buch der Könige schliessen. Die Begebenheit spielt in der Zeit des Propheten Elisa. Erinnert Ihr Euch? Die Stadt Samaria war viele Tage lang von den Syrern belagert worden. Die Angst hinderte die Menschen daran, auf die Suche nach Nahrung zu gehen. Das wenige Essen, das es gab, befand sich in den Händen von Spekulanten, die es zu einem sehr hohen Preis verkauften. Aufgrund der Belagerung gab es eine grosse Hungersnot in Samaria. Die Situation war verzweifelt. (2. Könige 6,24-25)

Vor den Toren Samarias beschlossen vier Aussätzige, ein Risiko einzugehen und in das syrische Lager zu gehen. Als sie ankamen, entdeckten sie, dass das Lager verlassen war, dass die Syrer geflohen waren und in einer scheinbar überstürzten Flucht alles zurückgelassen hatten: Zelte, Pferde, Nahrung, Kleidung, Gold und Silber. Die vier Männer assen und tranken sich satt. Da bemerkten sie, dass sie kein Recht hatten, darüber zu schweigen, und sagten zueinander: Was wir tun, ist nicht richtig. Heute ist der Tag der Guten Nachricht und wir schweigen! Wenn wir schweigen, wird uns das Böse einholen. Also lasst uns jetzt gehen und die Nachricht verkünden. Also gingen sie in die Stadt und verkündeten die freudige Botschaft: Es ist niemand im syrischen Lager, die Zelte sind voll mit Essen!!! Einige waren skeptisch, aber schliesslich eilten sie alle aus der Stadt, um die Wahrheit herauszufinden. (2. Könige 7,1-20)

Sagt Euch diese Geschichte etwas? Seht Ihr eine Analogie zu der aktuellen Situation, in der sich die Welt befindet? Habt Ihr etwas, das die Welt nicht hat? Hat die Gemeinde in einer Welt, die von Angst heimgesucht wird, etwas zu sagen? Diese und andere Fragen habe ich mir gestellt. Eines ist für mich ganz klar: Diejenigen von uns, die die Gnade Gottes in Christus empfangen haben, können nicht schweigen. Jesus wurde arm, damit wir alle, die wir an Ihn glauben, durch Seine Armut reich würden, sagt Paulus. Wir können diesen Reichtum nicht nur für uns behalten. Die Angst draussen ist spürbar: Angst vor der Zukunft, Angst vor dem nächsten Tag. Wir dürfen nicht schweigen! Wenn Ihr Euch entscheidet, uns zu unterstützen, wird uns Eure Hilfe ermöglichen, Gottes Wort weiterhin zu verkünden.

Zu den vorrätigen Traktaten haben wir eine weitere Broschüre mit dem Titel „NO FEAR“ (FURCHTLOS) hinzugefügt.* Viele Geschwister und Gemeinden fragen bereits danach. Lasst uns einander ermutigen, die Gute Nachricht weiterzugeben! Es war unser Herr, der gesagt hat: „Den Frieden lasse ich bei euch, meinen Frieden gebe ich euch; ich gebe ihn euch nicht, wie die Welt ihn gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.“ (Johannes 14,27)


Furchtlos ist derjenige, der wie wir im Februar 2021 dank der Mitarbeit von 34 einzelnen Freiwilligen und der logistischen Unterstützung von vier Gemeinden das Evangelium zu 18’120 Familien gebracht hat. Und sowohl aus E-Mails als auch aus den Downloads von unserer Website erkennen wir, dass der geistige Hunger in dieser Zeit der Pandemie gewachsen ist.

Tausende von Menschen sind auf der Suche nach Antworten auf ihre Fragen. Beten wir für diejenigen, die mit Hilfe unserer christlichen Bibel-Einführungshefte die ersten Schritte auf dem Weg des Glaubens gehen. „Und dieses Evangelium vom Reich wird gepredigt werden in der ganzen Welt, zu einem Zeugnis für alle Völker; und dann wird das Ende kommen.“ (Matthäus 24,14)

Euer Freund und Missionspartner



José Seisdedos


Briefe und Zeugnisse – Von TCCH-Mitarbeitern, die Hoffnung in die Herzen säen

Von unserem TCCH-Mitarbeiter José Valero und Isabel (Valdepeñas, Ciudad Real)
Lieber Bruder José, ich schreibe diesen Brief eigenhändig, um Dir zu danken für Deine grosse Treue in der Aufgabe, die der Herr Dir vor vielen Jahren aufgetragen hat. Vielen Dank für die vielen erhaltenen Broschüren, deren Inhalt dazu gedient hat, so viele Gläubige in ganz Spanien zu inspirieren und zu mobilisieren. Mit meinen 89 Jahren, davon mehr als 40 als Mitarbeiter von TCCH, bezeuge ich das grosse und unermüdliche Werk, das der Herr durch Dich in Spanien getan hat. Meine Frau und ich beten in unserer Familienandacht täglich für Dich und für die Gebetsanliegen, die Ihr in Eurem Gebetskalender mitteilt. Wir hoffen, dass der Herr weiterhin Sein Werk durch Dich segnet und dass die neuen Mitglieder des TCCH-Teams genauso treu sind wie Du und Deine Frau. Wir beten jeden Tag des Jahres für Euch und bleiben mit Euch verbunden im Herrn.


Von unseren Mitarbeitern, Bernardino und Nemesia Tomé
Bernardino und Nemesia, ein Ehepaar, das in einer Stadt mit 14’000 Einwohnern in Südspanien lebt, hat uns Folgendes geschrieben: „Sobald wir die Exemplare des diesjährigen Kalenders erhalten hatten, begannen wir, sie an unsere Freunde und Bekannten zu verteilen. Seit einigen Jahren wird in der Stadt die Ankunft des Kalenders mit grosser Spannung erwartet. Alle wollen ihn haben, weil sie ihn wertvoll finden und ihnen auch die biblischen Texte auf jeder Postkarte gefallen. Vielen Dank für dieses schöne evangelistische Werkzeug, das niemand ablehnt, da es alle lieben. Viele haben uns mitgeteilt, dass die Bibelverse ihr Herz berühren. Wir vertrauen darauf, dass diese Aussaat zu ihrer Zeit Frucht zur Ehre Gottes bringt.“


Von unserem Mitarbeiter Corsino Fernandez, Pfarrer in Gijon (Asturien)
Im vergangenen Jahr verteilte die Evangelische Gemeinde von Gijon die Broschüre „Neu anfangen“ an Tausende von Menschen und verband so ihre Evangelisierungsarbeit mit einer sozialen Aktion aufgrund der durch die Pandemie ausgelösten Wirtschaftskrise. Dank dieser Arbeit konnte sie viele Menschen besuchen und mit ihnen Kontakt aufnehmen. In diesem Jahr sieht sie die Früchte: 40 Menschen haben den Einführungskurs „Der Weg des Glücks“ begonnen, den wir bei TCCH für neue Gläubige anbieten. Die Wirkung, die in ihrer Gemeinde erzielt wurde, war so gross, dass das nationale Fernsehen eine Reportage darüber produziert hat. Lasst uns beten, dass die Frucht erhalten bleibt.


Von unserem Mitarbeiter, José Varo in Barbate (Cádiz)
José Varo nutzt jede Gelegenheit, um Broschüren zu verteilen und über Christus zu sprechen. Vor ein paar Monaten wurde er wegen Herzproblemen ins Krankenhaus eingeliefert. Sogleich hatte er das Gefühl, dass er die Botschaft des Evangeliums mit seinem Kardiologen teilen sollte. Als seine Kardiologin in die Sprechstunde kam, nutzte José die Gelegenheit, sie mit dem Heilsplan in Jesus bekannt zu machen, woraufhin sie José bat, ihr eine Bibel zu besorgen. José ist jetzt in der Rehabilitationstherapie, wo er erneut die Gelegenheit ergriffen hat, das Evangelium mit allen Menschen in seiner Umgebung zu teilen. Lasst uns für José und für die Ärzte beten, damit auch sie die Liebe Gottes und Seine Gnade kennenlernen und erfahren können.



Lobpreis und Gebetsanliegen

"Darum gehet hin und lehret alle Völker:
Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.
Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." (Matthäus 28, 19-20)

• Spanien - Lobpreis
Im Februar 2021 haben wir dank der Mitarbeit von 34 einzelnen Freiwilligen und der logistischen Unterstützung von vier Gemeinden das Evangelium zu 18’120 Familien gebracht. Sowohl aus E-Mail-Anfragen als auch aus Downloads von unserer Website können wir erkennen, dass der geistige Hunger in dieser Zeit der Pandemie gewachsen ist. Tausende von Menschen sind auf der Suche nach Antworten auf ihre Fragen. Lasst uns für diejenigen beten, die mit Hilfe unserer biblischen Einführungshefte die ersten Schritte auf dem Weg des Glaubens tun.

• Spanien - Aufrüstungen
Vandalismus und Gewalt haben mehrere Städte in Spanien überrollt, insbesondere Barcelona. Der Grund? Die Inhaftierung eines Rap-Sängers, der den Terrorismus verherrlicht und Gewalt rechtfertigt. Tausende von gewalttätigen Jugendlichen gehen auf die Strasse, zerstören städtisches Eigentum, greifen die Polizei und Journalisten an, rauben Geschäfte aus und stehlen Waren. Ein Teil der Koalition, die Spanien regiert, verurteilt diese Gewalttaten verbal. Der andere Teil ermutigt sie, indem er die Inhaftierung des Sängers als übertrieben bezeichnet. Auf jeden Fall lassen beide Parteien diese Situation zu, indem sie nicht die energischen Massnahmen ergreifen, die sie verhindern würden. Viele sind der Meinung, dass wir in Spanien eine schlechte Regierung zu einem schlechten Zeitpunkt in der Geschichte dieses Landes haben. Bitte betet für Spanien.


• Spanien - Suizid
Spanien und Portugal sind die Länder der Europäischen Union, die die meisten Anxiolytika, Sedativa und Hypnotika konsumieren. Vor der Pandemie war Selbstmord die Hauptursache für unnatürliche Todesfälle in Spanien. Mit der Pandemie ist die Zahl der Selbstmorde um 300 % gestiegen. Alle zweieinhalb Stunden begeht ein Mensch in Spanien Selbstmord. Das sind mehr als 3’600 Menschen pro Jahr, — die erfolglosen Versuche nicht mitgezählt. Die Enge, der Mangel an Sozialisation, der hohe Medienkonsum, die Veränderung der Routinen und Bewegungsmangel haben junge Menschen, ja sogar Kinder, empfindlich getroffen. Lasst uns für diese traurige Realität beten. Betet auch dafür, dass sowohl Erwachsene als auch junge Menschen in Christus Licht und Sinn für ihr Leben finden.



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