MONATSBRIEF VON JOSÉ SEISDEDOS
NR. 02, 2012


Wie ich Euch bereits in meinem letzten Brief mitteilte, war eines unserer Hauptanliegen im Dezember und zu Beginn des Januars 2012 die Evangelisation in den Gebirgsdörfern der Provinz Huesca. Unser Ziel war es, gemeinsam mit einem Team von 15 Mitarbeitern, 98 Dörfer von Haus zu Haus mit der Botschaft des Evangeliums zu erreichen. Doch wir mussten uns mit 76 Dörfern begnügen. Die Distanz zwischen den Dörfern und die geographische Beschaffenheit der Region spielten bei unserem Einsatz eine entscheidende Rolle. Am Ende hatte jedes Teammitglied 2-3 kg abgenommen, jedoch grosse Zufriedenheit und Erfüllung gewonnen.

Wir sind sehr dankbar für das, was wir erreicht haben. Der Same des Evangeliums wurde in Tausende Familien in der ganzen Bergregion von Huesca gesät. Noch nie zuvor waren diese Dörfer von evangelischen Teams besucht worden. Wir durften mit vielen Menschen um Errettung beten. Deshalb hoffen wir, dass zu gegebener Zeit eine grosse Ernte einzubringen sein wird. „Um unsertwillen ist es geschrieben: Wer pflügt, soll auf Hoffnung pflügen; und wer drischt, soll in der Hoffnung dreschen, dass er seinen Teil empfangen wird“ (1. Kor. 9,10).


Er hat soeben von TCCH-Mitarbeitern ein Kinderbuch mit biblischen Erzählungen bekommen.

Unsere Weihnachtskampagne in der Provinz Teruel vom Jahr 2010 brachte während des letzten Jahres drei neue Hauskreise hervor. Diese Gruppen werden, so Gott will, zu neuen Gemeinden heranwachsen. Das Gleiche erwarten wir von unserer jüngsten Kampagne in Huesca. Lasst uns dafür beten. Lasst uns auch für die verletzten Menschen beten, die wir in Huesca kennengelernt haben, dass sie in Jesus Heilung für ihre inneren Wunden finden. Pilar, Santiago, Jacinto und Maria… Ihre schmerzvollen Lebensgeschichten haben unser Herz berührt und uns veranlasst, viele Stunden mit ihnen zu verbringen. Betet für die Genesung ihrer Seelen.

Im Dezember habe ich mir auch Zeit für die Familie genommen. Wie ihr wisst, ist dies wichtig. Die Weihnachtstage verbrachten meine Frau und ich mit unserer Tochter Debora und ihrem Ehemann in Abu Dhabi und Dubai. Beide wohnen und arbeiten dort und bezahlten unseren Flug. Wir verbrachten die gemeinsame Zeit in herzlicher Gemeinschaft. Dabei haben wir uns nicht nur erholt, sondern auch eine neue soziale Realität kennengelernt. Die Entwicklung dieser beiden Emirate ist erstaunlich. Überall sind atemberaubende Bauwerke zu sehen. Man sagt, dass ein Drittel aller Kräne der Welt sich hier befinden. Meiner Meinung nach ist dies tatsächlich der Fall. Es gibt nur wenige christliche Gemeinden, und diese bestehen hauptsächlich aus Gastarbeitern. Mir sind keine einheimischen Christen begegnet. Lasst uns für die Vereinigten Arabischen Emirate beten, dass Gottes Wort einen Weg zu den Herzen der Menschen findet.

Wieder in Spanien verbrachte ich einige Tage mit meinen Mitarbeitern. Am 5. Januar reiste ich nach Barcelona zu einem Treffen, auf welches ich mich lange gefreut hatte. Von Barcelona kehrte ich krank und erschöpft zurück. Ich habe mich bisher immer guter Gesundheit erfreut und bin glücklicherweise selten krank. Doch dieses Jahr begann für mich mit einem heftigen Grippeanfall, der jetzt fast zwei Wochen anhielt und meine Kraftreserven fast restlos aufgebraucht hat. Ich musste mehrere Termine absagen und bin mit meiner Arbeit im Rückstand. Ich denke, meine letzten Reisen haben meine Widerstandsfähigkeit reduziert. Doch ich hoffe, dass ich sehr bald wieder gesund und munter bin.

Der Dezember war in jeder Hinsicht ein guter Monat. Ich habe einige Tage mit meiner Familie verbracht, und TCCH-Teams haben in Spanien von Haus zu Haus über 21‘300 Traktate verteilt. Als Folge davon warten nun 300 Menschen auf die Nacharbeit. Ein Mann schrieb über unser Nacharbeitsheft: „Ich habe noch nie zuvor ein so vollständiges Heft in meinen Händen gehalten, welches auf einfache Weise doch gleichzeitig in voller Tiefe Gottes Plan der Errettung für die Menschheit aufzeigt. Schon beim ersten Durchsehen hat es mein Interesse geweckt, sowohl durch den Inhalt, als auch durch den Schreibstil“ (Humberto Marero Diaz). Lasst uns dafür beten, dass noch viele Menschen, so wie dieser Mann, Jesus Christus auf reale und persönliche Weise begegnen.


Es wird an jede Tür geklopft, um ein TCCH-Traktat zu schenken.


Unterwegs zum nächsten Dorf, um das Wort Gottes zu bringen.

Die Berichte von unseren Einsatzgebieten im Ausland sind ebenfalls ermutigend. Hier sind zwei Beispiele aus Israel. Levi, unser TCCH-Partner und Mitarbeiter, schrieb über seine Arbeit in den Golan-Höhen und in Galiläa Folgendes: „Während meiner Arbeit in der Stadt Katzrin in den Golan-Höhen lernte ich Yigal auf der Veranda vor seinem Haus kennen. Yigal ist etwa 40 Jahre alt und wohnt bei seiner Familie. Ich kam mit ihm ins Gespräch. Zunächst tauschten wir uns über Allgemeines aus, doch dann kam die Rede auf den Glauben und Gott. Ich schenkte ihm ein Traktat, das ich geschrieben hatte und später noch ein Buch, das uns bei der Nacharbeit hilft: „Messianische Prophetien im Alten Testament“ von Arnold Fruchtenbaum. Das Buch gefiel Yigal und weckte sein Interesse. Er nahm mein Angebot an, alle zwei Wochen gemeinsam die Bibel zu studieren. Ich führte ihn durch die Lektionen des Bibelkurses „Be fruitful and multiply“ (Seid fruchtbar und mehret euch). Yigal lernte über die Schöpfung, Sünde, Satan, die Notwendigkeit der Errettung und den Erlöser. Nach drei Monaten erkannte er sein Bedürfnis, zu Gott umzukehren und Errettung zu empfangen. Er nahm Jesus, der für seine Sünden gestorben war, als seinen Erlöser an. Dazu bekannte er seine persönlichen Sünden. Seither besucht er die Gemeinde regelmässig und wurde vor Kurzem getauft. Er führt ein aktives Gebetsleben und empfängt von mir weiterhin Anleitung im Glauben.


Verteilen der Traktate und ...


... Verkünden des Evangeliums auf Israels Strassen.

Benjamin schrieb über den Hanukkah-Einsatz Folgendes:
„Das Verteilen von Schriften von Haus zu Haus in Jerusalem ist schwierig. Viele Quartiere, die früher grösstenteils säkular oder gemischt waren, werden zurzeit immer religiöser. Die orthodoxe jüdische Gemeinde ist dem Evangelium gegenüber sehr abgeneigt und kann in gewissen Situationen sogar gewalttätig werden. Kürzlich gab es in Jerusalem und Beit Shemesh mehrere Aufstände gegen Autofahrer, die am Sabbat unterwegs waren, wie auch andere ähnliche Spannungen zwischen den säkularen und religiösen Gemeinschaften. Als wir planten während der Hanukkah-Feiertage Traktate zu verteilen, waren nur sehr wenige bereit mitzuhelfen, da sie sich vor den möglichen Gefahren fürchteten. Wir haben in den letzten drei Wochen etwa 15‘000 Schriften in verschiedenen Quartieren verteilt. Die meisten davon wurden in Briefkästen gelegt, da die Begegnungen zu gefährlich gewesen wären und unserem Einsatz ein frühes Ende bereitet hätten. Anstelle einer Telefonnummer oder Internetseite haben wir eine neue E-Mail-Adresse als Kontaktmöglichkeit angegeben. Dank sei Gott, dass wir in einer schwierigen Situation das Evangelium verkünden konnten. Gott schenkte uns in seiner Gnade sogar durch unsere Widersacher viel Freude und Unterstützung in unserer Arbeit. Die Botschaft des Traktats wurde sogar in einer englischsprachigen jüdisch-orthodoxen Zeitung gedruckt. Diese warnte davor, derartige Schriften zu lesen und ins Haus zu bringen. Trotzdem druckte sie den grössten Teil der Botschaft in der Zeitung ab. Nur die E-Mail-Adresse fehlte. Erstaunlich…!“

Ich muss hier abbrechen, sonst wird dieser Brief zu lang. Da wir in ein neues Jahr aufgebrochen sind, möchte ich Euch aus tiefstem Herzen für Eure treue Unterstützung im Jahr 2011 danken, und ich verlasse mich auf Eure Bereitschaft, weiterhin mit mir für die Verbreitung des Evangeliums in Spanien und im Ausland vorwärts zu gehen.

Gemeinsam erreichen wir mehr!

Euer Freund und Missionspartner

José Seisdedos


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Ich ermahne euch aber, Brüder, durch unseren Herrn Jesus Christus und durch die Liebe des Geistes, mit mir zu kämpfen in den Gebeten für mich zu Gott.
(Römer 15,30)


SPANIEN – Verkündigung: Im Dezember wurde der Same des Evangeliums in Tausende Familien in Spanien und vor allem in der gesamten Bergregion von Huesca ausgestreut. Noch nie zuvor waren diese Dörfer von evangelischen Teams besucht worden. Dabei haben wir mit vielen Menschen um Errettung gebetet. Deshalb hoffen wir, dass zu gegebener Zeit eine grosse Ernte einzubringen sein wird. „Um unsertwillen ist es geschrieben: Wer pflügt, soll auf Hoffnung pflügen; und wer drischt, soll in der Hoffnung dreschen, dass er seinen Teil empfangen wird.“ (1. Kor. 9,10) Lasst uns dafür beten, dass noch viele eine echte Begegnung mit Jesus Christus haben werden.

SPANIEN – Ziele 2012: Wie schon im letzten Brief zu lesen war, haben wir uns im Hinblick auf die gegenwärtige Finanzkrise entschieden, im Jahr 2012 in Spanien 450‘000 Familien in den grossen Städten mit der Botschaft der Hoffnung in Christus zu erreichen. Dazu wollen wir verschiedene besondere Aktivitäten mit anderen Gemeinden auf Strassen und in Parks durchführen. Dafür benötigen wir eine grosse Anzahl Schriften. Wir danken Gott, dass wir die Literatur für diesen Zweck schon erhalten haben. Lasst uns für eine gute Zusammenarbeit mit den Gemeinden und für fruchtbaren Boden beten, damit dieser Same aufgeht und Frucht bringt.  

Hunger und Durst nach Gott: „Siehe, es kommt die Zeit, spricht Gott der HERR, dass ich einen Hunger ins Land schicken werde, nicht einen Hunger nach Brot oder Durst nach Wasser, sondern nach dem Wort des HERRN, es zu hören.“ (Amos 8,11) Lasst uns in Erwartung dieser Tage dafür beten, dass die verhärteten Herzen der Spanier durch die Kraft von Gottes Wort verändert werden. Und betet, dass die Gemeinde sich auf diesen Tag vorbereitet.


Ein Teil des TCCH-Teams in Huesca beim Verteilen der Traktate.

VEREINGTE ARABISCHE EMIRATE: Lasst uns dafür beten, dass Gottes Wort einen Weg zu den Herzen der Menschen in den Emiraten findet. Lasst uns für die christlichen Gemeinden der Gastarbeiter beten, dass sie als Leuchttürme dienen und im Gebet für das Land einstehen.


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