MONATSBRIEF VON JOSÉ SEISDEDOS
NR. 11, November 2017

Liebe Freunde und Geschwister,

es ist unumgänglich, gleich zu Beginn dieses Briefes zu dem Thema Stellung zu beziehen, das zur Zeit die Schlagzeilen in den Medien Spaniens bestimmt. Die Unabhängigkeitsbewegung in Katalonien hat die spanische Gesellschaft gespalten und droht die nationale Einheit Spaniens zu zerstören. Sie verursacht eine Wunde, die lange Zeit brauchen wird, um zu heilen.

Ich habe jahrelang darüber geschrieben und vor der Gefahr der Spaltung gewarnt, die Spanien bedroht. In meinem Brief vom Juni 2014 schrieb ich bei den Gebetsanliegen:

„Das Land ist in einer sehr schwierigen Situation, und wir kennen keinen Ausweg. Eine neue Generation ist herangewachsen, die weder die Vergangenheit kennt, noch den hohen Preis, den ihre Eltern und Grosseltern bezahlen mussten, um den Status zu erreichen, den diese Generation geniesst… Das mangelnde historische Gedächtnis, die mangelnde Anerkennung derer, die gut regiert haben, die Verachtung der Gesetze und Werte, die eine Gesellschaft verbinden und zusammenhalten — all diese Dinge tragen dazu bei, diese Generation an den Rand des Abgrunds zu bringen.“

Zur Zeit befindet sich Spanien am Rande des Abgrunds. Seit fast 40 Jahren waren zwei Generationen von Katalanen Opfer der Lügen einer korrupten Bande von Politikern. Diese haben — getrieben von Egoismus und verjährtem Rassismus — die Geschichte in den Schulen und regionalen Medien verdreht. Und was unternahm die Regierung der Nation dagegen? Nichts! Anscheinend hatte die Regierung „Wichtigeres“ zu tun. Z.B., die LGTBI-Ideologie in den Schulen einzuführen. Das war wichtiger, als die erfundene Geschichte zu stoppen, die in Katalonien und anderen Autonomien Spaniens unterrichtet wird. Die spanische Gesellschaft lebt unter ständigem Druck, dank ihrer Politiker, die Probleme schaffen, anstatt sie zu lösen. Armes Spanien!

Die Laschheit der Regierung (dazu gehören Politiker, die ausserhalb des Gesetzes handeln) macht die Menschen verwirrt, wütend und traurig. Der Pessimismus hat sich in der Bevölkerung breit gemacht. Viele glauben, dass die Probleme Spaniens keine Lösung finden. Was in Katalonien passiert, ist nur ein Vorgeschmack dessen, was auch in anderen Autonomien beginnen kann, weil das Monster der Unabhängigkeit viele Jahre lang mit Falschheit gefüttert wurde, während die Autoritäten, die die Macht gehabt hätten, Ordnung in die schulischen Inhalte zu bringen, woanders hinschauten.

Spanien hat heute die Botschaft des Friedens und der Einheit in Christus nötiger denn je. Dies ist die Botschaft, die von TCCH fortwährend verkündet wird. Das Evangelium lädt uns ein, nichts aus Eigennutz oder eitler Ehre zu tun, sondern demütig und um das Wohlergehen der anderen bemüht zu sein, und nicht nur für unsere eigenen Interessen zu sorgen (Philipper 2,3-4). Dies ist das Gegenteil von dem, was ausschliessender Nationalismus und fremdenfeindlicher Rassismus propagieren, deren Feuer uns zu verschlingen droht. Spanien braucht die Liebe, die nach dem allgemeinen Wohl trachtet, die Liebe, die Begegnung sucht und den Dialog, wie auch das gegenseitige Verständnis, eine Liebe, die auf Wahrheit und Respekt basiert.

Das, was Spanien nötig hat, kann keine politische Partei geben. Ohne moralische Anhaltspunkte, die Entscheidungen und Handlungen bestimmen, ist die politische Klasse zum Versagen verurteilt. Die spanische Demokratie weist Zeichen der Müdigkeit und Erschöpfung auf, die eine Folge des Egoismus jedes Einzelnen wie auch der Korruption ist. Doch inmitten des Chaos und der Entmutigung tut Gott sein geheimnisvolles Werk, welches der Mensch nicht verstehen kann.

TCCH arbeitet mit dem Geheimnis Gottes, indem wir das Evangelium verbreiten, welches denen, die verloren gehen, eine Torheit ist; uns aber, die wir selig werden, ist es Gottes Kraft…Es gefiel Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die da glauben“ (1.Kor. 1,18-21).



Spanien steckt in der Krise. Die spanischen Politiker haben eine Krise, weil sie ihre Glaubwürdigkeit verloren haben. Die staatlichen Institutionen sind in einer Krise, weil sie von jenen missbraucht wurden, die ihre Garanten und Verteidiger sein sollten, und die sich auch als Erste ans Gesetz zu halten haben. Die spanische Demokratie durchläuft eine Krise, weil Menschen, welche die Freiheit der Demokratie geniessen, diese missbrauchen und bekämpfen, um sie von innen zu verletzen, indem sie ihre Gesetze und Regeln missachten.

Wie auch immer, inmitten dieser Situation besteht immer noch Raum für Hoffnung, denn das Evangelium erlebt keine Krise. Jesus selbst war nie in einer Krise; nicht einmal, als er am Kreuz hing. Pilatus, der römische Herrscher, die religiösen Heuchler und sogar das Kaiserreich der Cäsaren erlebten Krisen, doch Jesus nicht. Religion kann durch eine Krise gehen. Doch Christus nicht, denn: „Jesus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit“ (Hebräer 13,8). Und Er hat die Verkündigung des Evangeliums seiner Gemeinde aufgetragen, jedem seiner Mitglieder, das heisst Dir und mir. Das Evangelium öffnet die Tür der Hoffnung allen, die in einer Krise sind. Und wir danken Gott für all jene, die sich entschieden haben, hindurchzugehen, hinein in die Realität eines neuen Lebens in Jesus Christus.

Wir danken Gott, dass im September 2017 mit Eurer Unterstützung und mit Hilfe von 13 Gemeinden und 64 begeisterten Helfern das Evangelium von Jesus Christus über 70’000 Familien erreicht hat. 73’300 gedruckte Botschaften wurden verteilt. 111 Personen haben den Weg der Hoffnung eingeschlagen und finden eine neue Identität in Christus. Sie suchen ein neues Bürgerrecht im Himmel, woher wir auch die Erscheinung Jesu Christi erwarten. Bitte betet für sie. Betet bitte auch dafür, dass Jesus Christus die Veränderungen bewirkt, die Spanien so verzweifelt nötig hat.

Ich danke Euch herzlich für Eure Gemeinschaft und Unterstützung in diesem Abenteuer des Glaubens und der Liebe.

Wenn wir zusammen arbeiten, können wir mehr tun!

Euer Freund und Missionspartner



José Seisdedos






Zeugnisse und Briefe


Von Serafin Parcel — Pastor der Evangelischen Gemeinde in Rota — Cadiz
Liebe Geschwister von TCCH. Wie Ihr wisst, feiern wir dieses Jahr den 50. Geburtstag unserer Gemeinde in Rota wie auch das 500. Jubiläum der Reformation. Zu dieser Gelegenheit haben wir unsere evangelistischen Einsätze verdoppelt. Wir danken dem Herrn für seine Treue, da wir erneut miterleben durften, dass Menschen zum Glauben kamen und von neuem geboren wurden. Ihm sei alle Ehre. In diesem Jahr 2017 haben wir unter anderem Traktate und Schriften verteilt (immer dienstags), Vorträge und Konferenzen in Stadtgebäuden abgehalten und auf den Plätzen und Strassen von Rota, Aracena, Malaga und Lucena evangelistische Kampagnen durchgeführt. Wir haben am „IX. Rotenas Associations Fair“ teilgenommen, Strassenkonzerte gehalten, unsere monatliche Kinder-Evangelisation weitergeführt, an humanitären und evangelistischen Kampagnen in Ceuta und Melilla teilgenommen, usw. Wir fahren fort mit Projekten und Aktivitäten und sind voller Erwartung dessen, was der Herr in unserer Stadt wirkt. Wir sind so dankbar für die Mitarbeit und Unterstützung von TCCH. Im Anhang senden wir Euch einige Fotos.



Von Ricardo Santiago Mozos — Evangelisations-Leiter der Gemeinde in Humanes — Madrid

Liebe Geschwister, wie Ihr wisst, bin ich verantwortlich für die Evangelisation in der Gemeinde „Der gute Hirte“ von Humanes. Eure Unterstützung während diesen Monaten war lebensnotwendig sowohl für meine Arbeit als auch für die der Gemeinde. Und Gott segnet sein Wort, indem neue Seelen zum Glauben kommen. Vor kurzem haben 10 junge Menschen Jesus als Herrn angenommen. Eines unserer Teammitglieder, Oskar, sprach mit einem jungen Mann über Jesus, als plötzlich eine zehnköpfige Gruppe dazukam und der Botschaft bis zum Ende lauschte. Einer von ihnen, berührt durch das Gehörte, nahm Jesus als seinen Erlöser an. Sein Name ist Fernando. Der Rest der Gruppe folgte seinem Beispiel. Einer davon, ein Moslem, der bemerkte, dass der Koran mehr über Jesus als über Mohamed spricht, bekehrte sich ebenfalls. Sie alle nehmen jetzt an einem Jüngerschafts-Kurs teil. Bitte, betet für sie alle. Die Arbeit geht weiter. Ich bin jetzt nach Galicia im Norden umgezogen. Bitte vergesst nicht, mir weiter Samenkörner zu senden, damit ich mein neues Feld besäen kann. Vielen Dank!






Gebetsanliegen

„Haltet fest am Gebet, und wacht darin mit Danksagung;
und betet zugleich auch für uns, dass Gott uns eine Tür des Wortes öffne,
das Geheimnis des Christus zu reden.“ (Kolosser 4,2-3)
• SPANIEN
Gemeindearbeit:
Wir danken Gott, dass im September 2017 mit Eurer Unterstützung und mit Hilfe von 13 Gemeinden und 64 begeisterten Helfern das Evangelium von Jesus Christus über 70’000 Familien erreicht hat. 73’300 gedruckte Botschaften wurden verteilt. 111 Personen haben den Weg der Hoffnung eingeschlagen und suchen eine neue Identität in Christus. Sie suchen ein neues Bürgerrecht im Himmel, woher wir auch die Erscheinung Jesu Christi erwarten. Bitte betet für sie. Betet bitte auch dafür, dass Jesus Christus die Veränderungen bewirkt, die Spanien so verzweifelt nötig hat.

• SPANIEN
Geheimnis Gottes:
Die spanische Demokratie weist Zeichen der Müdigkeit und Erschöpfung auf, die eine Folge des Egoismus jedes Einzelnen wie auch der Korruption sind. Doch inmitten des Chaos und der Entmutigung tut Gott sein geheimnisvolles Werk, welches der Mensch nicht verstehen kann.
TCCH arbeitet mit dem Geheimnis Gottes, indem wir das Evangelium verbreiten, welches denen, die verloren gehen, eine Torheit ist; uns aber, die wir selig werden, ist es Gottes Kraft… Es gefiel Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die da glauben“ (1.Kor. 1,18-21). Bitte, bitte, betet für die gefährliche politische Situation in Spanien, dass sie sich nicht verschlimmert.



• SCHWER ERREICHBARE NATIONEN
In den kommenden Wochen wird José zwei schwer erreichbare Länder besuchen, um christliche Leiter zu treffen. Zusätzlich will er die Möglichkeiten erforschen, dem Leib Christi zu helfen, das Evangelium in diesen Nationen zu verbreiten. Bitte betet für José und bittet um Gottes Schutz und Führung bei jedem Schritt. Betet auch für gute Mitarbeiter, welche die Vision ergreifen und die Herausforderungen von Gottes Berufung akzeptieren.