MONATSBRIEF VON JOSÉ SEISDEDOS
NR. 09, September 2018

Liebe Freunde und Geschwister

Alle Christen wollen, dass Gottes Reich kommt. Im Mustergebet, das Jesus seine Jünger lehrte, sagte er: „Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden“ (Matthäus 6,9-10). Oh, was für ein wunderbarer Tag wird es sein, wenn das Reich Gottes eine sichtbare Realität wird und die Reiche der Welt unter der endgültigen Herrschaft Jesu sein werden! Ich sehne mich danach und stimme in die letzten Worte der Offenbarung ein: „Amen, komm Herr Jesus“.

Ein Königreich ist ein Gebiet, über das ein König seine Autorität und Herrschaft ausübt und dessen Bewohner den Gesetzen des Königs gehorchen. Das Königreich Gottes ist demzufolge die Sphäre der Gemeinschaft, in der Gott über all jene regiert, die seine Gnade annehmen und seine Gesetze akzeptieren. Interessanterweise kann man Gottes Reich nur beitreten, wenn man von Neuem geboren wird.

Ein Pharisäer namens Nikodemus kam nachts zu Jesus mit den Worten: „Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen“ (Johannes 3,2-3). Nikodemus wunderte sich über diese Worte und fragte, wie er denn von Neuem geboren werden könne. Jesus antwortete mit einem Gleichnis aus dem Alten Testament, indem er auf Seinen Tod am Kreuz hindeutete und sprach über den Glauben an Sein Opfer als einzigen Weg, um das Reich Gottes zu sehen (Johannes 3,4-15). Mit anderen Worten: der Zugang zu Gottes Reich ist nur möglich durch eine Neugeburt im Glauben an Christus. Es ist ein Neubeginn. Unsere sündige Natur ist für Gottes Reich unzulänglich, egal wie moralisch korrekt oder gebildet wir sind.

Vielleicht hatte Nikodemus gehofft, eine neue Lehre oder neue Regeln darüber zu hören, wie man das menschliche Verhalten steuern könne. Jesus antwortete ihm, dass nichts dergleichen die Sünde eliminieren könne, da diese der grundlegende Zustand der menschlichen Natur sei. Jesus kam, um eine radikale Veränderung zu bringen, eine Revolution. Er kam, um das Reich Gottes zu predigen und zu den Menschen zu bringen und Er schuf einen Weg zu diesem Reich durch seinen Tod am Kreuz. Er kam, um ein Volk für sich zu erwählen. Das sind Menschen, durch die sich das Reich Gottes manifestieren kann. Wie ist dieses Reich, von dem gesagt wird:

„Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist“ (Römer 14,17).

Jeder, der die Gute Nachricht der Errettung hört und Jesus als seinen Herrn und Erlöser annimmt, erfährt Gerechtigkeit, Frieden und Freude im Heiligen Geist. Dies ist, was wir gemeinsam durch die Verbreitung des Evangeliums erreichen. Männer und Frauen zu sehen, die in das Königreich Gottes hineingeboren werden, ist eine unbeschreibliche Freude. Den Frieden und die Freude Christi im Gesicht eines Mannes oder einer Frau zu sehen, ist ein unvergesslicher Moment. Daran hat TCCH jeden Tag teil. Und dies ist möglich dank Eurer treuen Unterstützung und Mitarbeit. Darum hören wir nicht auf, zu pflanzen und auf das Wunder des Lebens in Christus zu warten. Das Reich Gottes wird in den Herzen der Menschen durch Glauben Realität. Der Glaube kommt aus dem Hören von Gottes Wort, welches gepredigt wird.

Lucia
Eine 32-jährige kolumbianische Frau wuchs in einer christlichen Familie auf. Doch als sie als Teenager in Spanien ankam, kehrte sie den Werten und Lehren ihrer Eltern den Rücken zu. Jahrelang versuchte sie, ihre Seele mit den Dingen dieser Welt zu füllen: ein Haus, ein Auto, teure Kleider, Reisen, Parties… sie hatte mehrere Jobs, um diesen Lebensstil zu finanzieren, bis ihr Körper eines Tages nicht mehr mitmachte und sie einen Herzinfarkt erlitt….Seither ist sie so schwach, dass sie nur noch wenige Stunden am Tag arbeiten kann. Der Zusammenbruch ihrer Gesundheit hat ihr jedoch geholfen, zu verstehen, dass alles Sichtbare zeitlich ist. Doch das Unsichtbare ist ewig. Zwei TCCH-Mitarbeiter trafen sie auf der Strasse und brachten sie zurück zu den Füssen des Herrn. In Ihm fand Lucia Gerechtigkeit, Frieden und Freude, die sie nirgendwo sonst hatte finden können. Sie ist wieder zurück in Gottes Reich.

Rafael
Er ist ein allein erziehender Vater mit einem Teenager. Sein Sohn hatte ein intensives Bedürfnis, ein sinnvolles Leben zu leben, und der Vater wusste nicht, wie er seinem Sohn helfen konnte. Das TCCH-Team traf ihn auf einer bekannten Strasse in Madrid mit dem Namen Cuatro Caminos (Vier Wege). Auf dieser Strasse traf Rafael die Entscheidung, DEN WEG zu gehen, der zur Neugeburt und zu einem neuen Leben in Christus führt. Vor Kurzem wurde er in einer Gemeinde in Madrid, der er sich angeschlossen hat, getauft. Nun ist er Teil des Evangelisations-Teams. Eine der ersten Früchte seiner Evangelisation ist sein eigener Sohn, der jetzt eine grosse Unterstützung im Kindergottesdienst der Gemeinde ist. Das Reich Gottes wächst und breitet sich aus!

Tamara
Sie ist eine geschiedene Frau mit zwei Töchtern. Wir trafen sie an einem Samstagnachmittag in einem Stadtteil von Madrid, genannt Carabanchel Alto. Während des Gesprächs öffnete Tamara ihr Herz und teilte uns ihre Sorge um ihre Töchter mit. Wir erzählten ihr von Gottes Liebe und wie Gott für uns sorgt, wenn wir ihn darum bitten. Wir beteten für sie und luden sie in den Gottesdienst ein. Am nächsten Tag kam sie und seit zwei Monaten besucht sie die Gottesdienste. Sie brachte auch andere Menschen in die Gemeinde. Der Friede und die Freude von Gottes Königreich im Herzen ist ansteckend!

Manuel
Er ist ein Mann, der wütend war auf Gott. Er behauptete, falls ein guter Gott existiere, habe er Ihn bisher nicht gesehen. Er hatte viele Enttäuschungen erlebt und viel gelitten. Die TCCH-Mitarbeiter fragten ihn: Dürfen wir für dich beten und dir zeigen, dass Gott existiert und dass er dich liebt? Manuel war einverstanden. Dort auf der Strasse beteten die Mitarbeiter für ihn. Als sie am Ende des Gebets aufschauten, liefen Tränen über Manuels Gesicht. Er umarmte sie, weinte und dankte ihnen. Er hat die Gerechtigkeit, den Frieden und die Freude von Gottes Königreich erlebt, die durch zwei Bürger des Reiches zum Ausdruck gebracht wurden!

Ich könnte Euch unaufhörlich weitere Geschichten erzählen. Diese kurzen persönlichen Geschichten sind real. Es geht um reale Menschen, die in Jesus ein Leben voll Frieden und Freude gefunden haben. Dieser Friede und diese Freude sind fähig, die Widrigkeiten des Lebens zu überwinden, da ihre Quelle in Gott ist. Und Gott verändert sich nicht.

Im Lukas-Evangelium lesen wir: „Und es begab sich danach, dass Jesus von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf zog und predigte und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes; und die Zwölf waren mit ihm….(Lukas 8,1). Zusammen mit unseren Mitarbeitern folgen wir dem Beispiel des Herrn und der Apostel. Denn Jesus befahl uns: „Gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ (Matthäus 28,19-20).


Im Juli 2018 hat das TCCH-Team zusammen mit 13 Gemeinden und 68 freiwilligen Helfern das Reich Gottes Tausenden von Menschen näher gebracht (Kindern und Erwachsenen). Dies geschah auf Strassen, in Parks und von Haus zu Haus in über 50’000 Familien. Der Juli ist ein ruhiger Monat, da die Hälfte der Bevölkerung in den Ferien ist (die andere Hälfte bezieht ihre Ferien im August). Wir danken Gott für den ausgestreuten Samen, wie auch für die 245 Personen, die dem Königreich Gottes durch unseren Bibelkurs „Der Weg zum Glück“ näher kommen. Betet für sie und für alle, die die Einladung zum ewigen Leben in Jesus Christus angenommen haben.

All dies und vieles mehr, liebe Geschwister verdanken wir Euch. Dies ist ein Gemeinschaftswerk. Jedes Glied spielt eine wichtige Rolle im Team. Deshalb nochmals: Vielen Dank, dass Ihr mit uns diesen Weg geht. Es ist ein Abenteuer der Gnade, des Glaubens und der Hoffnung.

Gemeinsam können wir mehr tun und mehr erreichen.

Euer Freund und Missionspartner



José Seisdedos






Zeugnisse und Briefe



Brief von Miguel Berank — Koordinator der Krankenhaus-Seelsorger auf den Kanarischen Inseln

Liebe Geschwister, wie Ihr wisst, sind Spitäler fruchtbare Missionsfelder. Sowohl die Kranken, wie auch die Familienmitglieder, die sie besuchen, sind besonders empfänglich für die Botschaft des Evangeliums. Bis jetzt haben wir über 5000 TCCH-Traktate in Spitälern auf den Kanarischen Inseln verteilt, und wir müssen sagen, dass sie sehr gut angenommen wurden. Die Traktate werden auf den Tischen und Info-Wänden der acht grössten Spitäler aufgelegt. Und wir haben festgestellt, dass die Menschen, die eine Broschüre nehmen, wirklich interessiert sind. Der Herr kennt die Wirkung und das Resultat im Leben der Leser. Wir säen und beten weiterhin und überlassen das Resultat dem Herrn. Bitte sendet uns mehr Traktate, damit wir bei unserer Krankenhaus-Seelsorge evangelisieren können.


Brief von David Reyes — Sekretär der Victoria Baptisten Gemeinde

Liebe Geschwister, wie ich bereits erwähnt habe, evangelisieren wir sowohl in Victoria als auch in Mondragon (Missionsstützpunkte der Baptisten-Gemeinde in Victoria). Im Sommer führen wir neben der Schriften-Verteilung evangelistische Konzerte im Freien durch. Hier begegnen wir Menschen, erklären ihnen das Evangelium von Jesus Christus und führen sie zur Umkehr. In allem, was wir tun, sind uns die schönen und direkten TCCH-Traktate eine phänomenale Hilfe. Als Folge dieser Arbeit sehen wir in der Gemeinde einen Zuwachs von neuen Menschen, die Gott in jenen Tagen kennengelernt haben, wie auch eine grössere Hingabe der Geschwister, das Evangelium mit mehr Leidenschaft zu leben. Zusammengefasst haben wir bisher folgende Frucht gesehen: Mondragon 200 Bekehrungen / Victoria 220 Bekehrungen.

Alles in allem sehen wir in diesen Kampagnen, wie Gott sich diesem baskischen Land zuwendet. Wir sehen den grossen Hunger nach dem Evangelium in der Bevölkerung, wie auch die Bereitschaft, es mit offenen Herzen anzunehmen. Besonders in der Stadt Mondragon, die vom Bösen geprägt ist, haben wir Gottes Gnade und Gunst zur Errettung gesehen. Das Volk sehnt sich danach, Menschen zu sehen, die das Evangelium wirklich glauben und es täglich leben, statt ihrer Religionen. Wir sehen, wie Gott Ketten zerbricht und Hoffnungslosen neue Hoffnung schenkt. Wir sind Gott sehr dankbar für diese Zeit.









Gebetsanliegen
„Haltet fest am Gebet, und wacht darin mit Danksagung;
und betet zugleich auch für uns, dass Gott uns eine Tür des Wortes öffne,
das Geheimnis des Christus zu reden.“ (Kolosser 4,2-3)
• SPANIEN
Gemeindearbeit:Im Juli 2018 hat das TCCH-Team zusammen mit 13 Gemeinden und 68 freiwilligen Helfern das Reich Gottes Tausenden von Menschen näher gebracht (Kindern und Erwachsenen). Dies geschah auf Strassen, in Parks und von Haus zu Haus in über 50’000 Familien. Der Juli ist ein ruhiger Monat, da die Hälfte der Bevölkerung in den Ferien ist (die andere Hälfte bezieht ihre Ferien im August). Wir danken Gott für den ausgestreuten Samen, wie auch für die 245 Personen, die dem Königreich Gottes durch unseren Bibelkurs „Der Weg zum Glück“ näher kommen. Betet für sie und für alle, die die Einladung zum ewigen Leben in Jesus Christus angenommen haben.

Betet für die Neubekehrten, dass sie alle reproduktive Mitglieder der Gemeinde werden, indem sie aktiv an den evangelistischen Aktivitäten teilnehmen und die DNA, die sie zu Christus geführt hat, in die Gemeinden einbringen. Viele unserer freiwilligen Mitarbeiter von so vielen verschiedenen Gemeinden sind die Frucht vorhergehender evangelistischer Einsätze.

• SCHWER ERREICHBARE LÄNDER
Eine Welle der Christen-Verfolgung ist in zwei Nationen ausgebrochen, die José in diesen Tagen besucht. Christen in diesen Nationen leben normalerweise in ständiger Bedrohung. Doch es gibt Zeiten, wenn der Druck gegen sie schmerzhaft zunimmt. Auf diese Weise bekommen sie zu spüren, dass sie keinen Wert haben, und dass sie jederzeit eliminiert werden können.

Bitte betet für sie. Betet für jede Hausgemeinde, dass ihr Licht inmitten der Verfolgung weiter leuchtet.