MONATSBRIEF VON JOSÉ SEISDEDOS
NR. 01, Januar 2018

Liebe Freunde und Geschwister

Da wir gerade ein neues Jahr beginnen, scheint es mir unumgänglich, den Apostel Paulus zu zitieren. Er schrieb: „Wir müssen die Zeit erkennen, in der wir leben..., denn unser Heil ist jetzt näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden“ (Römer 13,11-12). Jeder Tag ist eine Chance andere zu lieben und anderen zu dienen. Auf diese Weise kommt die Errettung uns näher.

Die Gute Nachricht von Jesus unserer Generation weiterzugeben, ist wahrscheinlich die beste Art, zu lieben und zu dienen. Die Verkündigung des Evangeliums in allen Ländern und Nationen ist die grösste Aufgabe der Gemeinde. Doch heute, 2000 Jahre nach der Offenbarung Jesu als Gottes Sohn, haben Millionen von Menschen auf der ganzen Welt noch nie davon gehört, oder haben ein falsches Bild von Ihm.

Jede Generation von Christen hat die Verantwortung, den Menschen die Botschaft der Errettung zu bringen. Die Erfüllung der Mission, die Jesus uns aufgetragen hat, ist eine Voraussetzung für Seine Wiederkunft. Jesus selbst sagte: „Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen“ (Matthäus 24,14). Wir haben noch viel zu tun. Es ist dringlich, dass jeder Christ in die Verkündigung des Evangeliums einsteigt.

Seit mehreren Jahrzehnten bemühe ich mich, das Evangelium in allen Städten Spaniens zu verkünden. Und dies besonders dort, „wo Christi Name noch nicht genannt wurde, damit ich nicht auf einen fremden Grund baue, sondern wie geschrieben steht: »Denen nichts von ihm verkündigt worden ist, die sollen sehen, und die nichts gehört haben, sollen verstehen.«“ (Römer 15, 20-21).

Die Leidenschaft, jene zu erreichen, die noch nichts gehört haben, hat mich dazu geführt, den Dienst von TCCH hinter die Grenzen von Spanien auszuweiten und Nationen zu erreichen, wo das christliche Zeugnis verboten ist und verfolgt wird. Im Jahr 2017 habe ich mit Gottes Gnade die Vision und den Dienst von TCCH in zwei weiteren Ländern, im gefährlichsten Gebiet der Welt, gepflanzt. Wenn Gott will, werde ich hoffentlich im Jahr 2018 in drei oder vier weiteren Ländern Missionsstützpunkte eröffnen. Unsere Arbeit in diesen Ländern bedingt oft ein kalkuliertes Risiko. Doch nicht alles ist voraussehbar und manchmal verlangt unsere Arbeit einen höheren Preis als gedacht.

Wie Ihr wahrscheinlich wisst, wurden am 17. Dezember bei einem Selbstmordanschlag auf die „Betel Memorial Methodist Gemeinde“ in der Stadt Quetta, in Pakistan neun Personen getötet und dreissig verletzt. Als ich von dem Anschlag erfuhr, kontaktierte ich sofort meinen Mitarbeiter vor Ort, um Informationen aus erster Hand zu erhalten. Mein Freund teilte mir mit, dass ein Mitglied unseres Teams zusammen mit seiner Frau und seinen Kindern verletzt wurde und alle im Spital ums Leben kämpfen. Bitte betet für sie, wie auch für alle Christen in dem Land.

Während wir die Evangelisierung in den Konfliktzonen ausweiten, werden solche oder noch schlimmere Ereignisse auf der ganzen Welt zunehmen, so wie Jesus über die letzten Tage vorausgesagt hat. Was sollen wir tun? Sollen wir uns in Furcht zurückziehen? Im Gegenteil! Wir müssen unseren Einsatz verdoppeln und den Weg des Herrn vorbereiten. Die Hindernisse können unsere Arbeit prägen, doch nicht bestimmen. Der einzige Faktor, der unsere Arbeit bestimmt, ist der Befehl des Herrn: „Geht und predigt das Evangelium aller Kreatur“.
2018 werden wir unter anderem ein Projekt vorbereiten, das wir Operation „Oikos“ nennen. Wir planen unter meiner Aufsicht, das Evangelium im Zeitabschnitt einer Generation (d.h. von 2019 - 2038) allen Familien in Spanien und anderen Ländern zu bringen. Die Vorbereitungen werden durchgeführt, ohne dass die üblichen Aktivitäten eingeschränkt werden.

„Oikos“ ist ein griechisches Wort das sich auf drei miteinander verwandte und doch spezifische Konzepte bezieht: die Familie, der Familienbesitz und das Haus. „Oikos“ wird meistens ins Englische mit „Haus“ oder „Haushalt“ übersetzt. Das Wort wird im Neuen Testament gebraucht. Die Gemeinde selbst begann ihre Reise in einem „Oikos“ oder Haushalt. In Apostelgeschichte 5,42 lesen wir: „…und sie hörten nicht auf, jeden Tag im Tempel und in den Häusern zu lehren und Jesus als den Christus zu verkündigen“. Es gibt nichts Neues in der Methodik von „Oikos“. Wir gebrauchen dieselbe seit vielen Jahren. Das Neue daran ist das Zeitfenster von 20 Jahren. In diesem Rahmen wollen wir die gegenwärtige Generation in Spanien und die darüber hinaus erreichen. Wir glauben, dass der Auftrag Jesu wörtlich zu nehmen ist, und wir sind entschlossen alles in unserer Macht Stehende zu tun, um ihn auszuführen. Wir werden es wenigstens versuchen!

Wir danken Gott, dass in den letzten vier Wochen mit Hilfe von sieben Gemeinden und 45 Freiwilligen, 25’890 Familien in Spanien das Evangelium bei sich zu Hause erhalten haben. Bisher haben 150 Personen darauf reagiert und eine Schatzsuche durch die Bibel gestartet. Wir wissen, dass der grösste Schatz die Errettung in Christus Jesus ist, die wir durch Gnade im Glauben empfangen.

Das Evangelium ist ein lebendiger Same, der auch nach Jahren keimen und Frucht bringen kann. Pastor José M. Romo rief mich eines Tages an, um mir mitzuteilen, dass ein Mann in den Gottesdienst kam, nachdem er ein TCCH Traktat gelesen hatte, welches er vor 17 Jahren erhalten hatte. Mit der Absicht es zu lesen, hatte der Mann dieses Traktat in seiner Jackentasche aufbewahrt. Dort war es unbemerkt geblieben, bis er es vor wenigen Wochen fand und las, und der Glaube in ihm wuchs. Pastor Romo berichtet: „Seither kommt dieser Mann mit seiner Familie treu in jeden Gottesdienst“. Dies ist nur ein Beispiel von einem Prozess, der immer wieder stattfindet. Wir säen und bewässern den Samen, und Gott schenkt das Wachstum.“

Noch einmal herzlichen Dank für Eure grosszügige und treue Unterstützung. Dank Euch entdecken viele Menschen ein neues Leben in Christus. Eure Mithilfe pflastert den Weg für Gottes Eingreifen in das Leben von Menschen. Mein Herz ist voll Dankbarkeit. Ich danke Euch herzlich.

Gemeinsam können wir effizienter sein und weiter reichen.

Euer Freund und Missionspartner



José Seisdedos






Zeugnisse und Briefe


Brief von Cristian Reinoso – Pueblo Nuevo (Madrid)
Liebe Geschwister, im Namen der evangelischen Gemeinde „Haus des Glaubens“ danke ich Euch herzlich für Eure so wertvolle Hilfe und Mitarbeit im Aufbau dieser Gemeinde, die vor vier Monaten ihre Reise begonnen hat. Die Entschlossenheit, das Viertel Pueblo Nuevo zu evangelisieren, hat die Gemeinde mit neuem Enthusiasmus erfüllt; besonders die Jugendgruppe. Wir haben begonnen, zu säen und sind sicher, dass wir zu gegebener Zeit ernten werden. Wir verlassen uns auf Euch und Eure Unterstützung. In dieser Zuversicht danken wir Euch von ganzem Herzen.

Brief von Noemi Cevasco – Madrid
Liebe Geschwister, die „Great King Gemeinde“ hat begonnen, in einem neuen Gebiet von Madrid zu evangelisieren. Wie Ihr wisst, predigen wir dort Christus und verteilen die kostbare Botschaft des Evangeliums, die wir von TCCH erhalten. Das Evangelisations-Team geht zweimal in der Woche auf die Strasse, jeweils dienstags und freitags. Und wir ernten bereits die Frucht unserer Arbeit, da wir schon acht von den zehn Personen, die auf das Evangelium reagiert haben, getauft haben. Wir erreichen Menschen sehr unterschiedlicher Herkunft und sozialer Zuordnung. Viele von ihnen haben scheinbar unüberwindbare Probleme. Doch wenn sie zu Gott schreien, und IHN bitten, in ihre komplexe Realität einzugreifen, passieren Wunder. Gott ist real und antwortet jenen, die zu IHM schreien. Wir haben dies in unserem eigenen Leben erfahren, und wir sehen es täglich in anderen Menschen, die es wagen, Gott zu glauben. Danke für die Werkzeuge, die uns helfen, das Evangelium weiterzugeben. Es ist die Kraft Gottes zur Erlösung.

Brief von Jose Mª Ramos – Betanzos ( Coruña-Galicia)
Die „Victory Gemeinde“ von Betanzos geht jeden Mittwoch und manchmal auch samstags auf die Strasse und von Haus zu Haus. Es ist ein grosser Segen, dies mit der Hilfe des TCCH Teams zu tun. Wir haben gelernt, auf natürliche und ungezwungene Weise auf Menschen zuzugehen und unseren Glauben respektvoll mit jenen zu teilen, die nicht gleicher Meinung sind, denn Gott liebt diese Menschen. Die Traktate von TCCH sind diesbezüglich eine grosse Hilfe, eine Brücke, die uns hilft, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die ein offenes Ohr und Herz haben. In einem Notizblock schreiben wir die Namen der Personen auf, die Interesse zeigen und mehr erfahren wollen, um für sie zu beten und sie zu betreuen. Bisher haben zwei Personen ihr Leben Jesus anvertraut und wurden bereits getauft. Es ist eine Freude, mit Euch zusammen zu arbeiten.








Gebetsanliegen

„Haltet fest am Gebet, und wacht darin mit Danksagung;
und betet zugleich auch für uns, dass Gott uns eine Tür des Wortes öffne,
das Geheimnis des Christus zu reden.“ (Kolosser 4,2-3)
• SPANIEN
Gemeindearbeit: Wir danken Gott, dass in den letzten vier Wochen mit Hilfe von sieben Gemeinden und 45 Freiwilligen, 25’890 Familien in Spanien das Evangelium bei sich zu Hause erhalten haben. Bisher haben 150 Personen darauf reagiert und eine Schatzsuche durch die Bibel gestartet. Wir wissen, dass der grösste Schatz die Errettung in Christus Jesus ist, die wir durch Gnade im Glauben empfangen. Lasst uns für diese Suchenden beten, dass sie in Jesus Christus die Antwort auf die tiefsten Bedürfnisse ihrer Seele finden.

• SPANIEN
Operation „Oikos“:
2018 werden wir unter anderem ein Projekt vorbereiten, das wir Operation „Oikos“ nennen. Wir planen unter meiner Aufsicht, das Evangelium im Zeitabschnitt einer Generation (d.h. von 2019 - 2038) allen Familien in Spanien und anderen Ländern zu bringen. Die Vorbereitungen werden durchgeführt, ohne dass die üblichen Aktivitäten eingeschränkt werden. Es gibt nichts Neues in der Methodik von „Oikos“. Wir praktizieren dieselbe seit vielen Jahren. Das Neue daran ist das Zeitfenster von 20 Jahren. In diesem Rahmen wollen wir die gegenwärtige Generation in Spanien und die darüber hinaus erreichen. Wir glauben, dass der Auftrag Jesu wörtlich verstanden werden muss, und wir sind entschlossen, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um ihn auszuführen. Wir werden es wenigstens versuchen! Bitte betet um Gottes Führung und Versorgung.

• SPANIEN / KATALONIEN
Die Auszählung der Stimmzettel von den Wahlen in Katalonien, die in diesem Moment gerade stattfindet, deutet darauf hin, dass es schwierig sein wird, diese Region zu regieren. Der soziale Riss hat die katalanische Gesellschaft in zwei scheinbar unversöhnliche Blocks gespaltet. Das Parlament wird in Gruppen geteilt, und jede davon will ein möglichst grosses Stück von der Torte. Die kommenden Monate werden sehr schwierig sein. In dieser Zeit sollten die Politiker beginnen, miteinander zu reden und die Interessen der jeweils eigenen Partei in den Hintergrund stellen. Es ist Zeit für eine grosszügige Haltung, um zu versuchen, die gesamte katalanische Gesellschaft zu integrieren. Wenn sie dies verpassen und weiterhin eine Politik der Konfrontation anstatt des Dialogs betreiben, wird Chaos entstehen. Dann wird die spanische Regierung weiterhin die Verfassung anwenden, um diese spanische Autonomie zu regieren. Bitte betet für Katalonien und für eine politische Lösung des Konflikts zwischen dieser Region und dem Rest des Landes.

• SCHWER ERREICHBARE NATIONEN
Im Januar besucht José zwei „heisse“ Nationen. Eine davon befindet sich im Norden Afrikas wo er die Möglichkeiten für die Gründung eines TCCH Standorts auskundschaftet. Das andere Land ist im Mittleren Osten wo er die Arbeit von TCCH beaufsichtigt und unser Team in diesem Land ausbilden wird. Bitte betet für José, dass Gott ihn segnet und beschützt.