MONATSBRIEF VON JOSÉ SEISDEDOS
NR. 01, 2017

Liebe Freunde und Geschwister,

am 5. Dezember kehrten meine Frau und ich aus Mexiko nach Spanien zurück. Dort hatten wir fünf Tage mit unseren lateinamerikanischen Mitarbeitern verbracht, um voneinander zu lernen und einander zu ermutigen. Bei unserer Rückkehr fanden wir eine unliebsame Überraschung vor: Als wir die Tür zu unserer Wohnung öffneten, mussten wir feststellen, dass – trotz aller Sicherheitsmassnahmen wie Fenstergitter und Alarmanlage – Einbrecher mit Gewalt in unser Zuhause eingedrungen waren, um Geld und Wertsachen zu stehlen.

Das Eindringen der Diebe in unsere Privatsphäre hinterliess bei uns ein eigenartiges Gefühl, eine unsichtbare Wunde und ein Gefühl der Ohnmacht und Einsamkeit. Der Verlust der materiellen Dinge vermischte sich mit unseren Erinnerungen und Gefühlen. Die Emotionen kann man beherrschen, solange man wach und wachsam ist, Gottes Wort proklamiert und die Vernunft und das richtige Denken walten lässt. Aber wenn der Verstand nicht mehr so wachsam ist, versuchen die Gefühle, die Oberhand zu gewinnen.

Dies war unser Kampf in den vergangenen Tagen. Doch ich möchte bezeugen, dass Gottes Wort, der gesunde Menschenverstand und das richtige Denken den Kampf gewinnen bzw. schon gewonnen haben.

Die letzten Tage verbrachten wir hauptsächlich damit, weiteren Schaden abzuwenden. Neben diversen Gegenständen nahmen die Diebe auch die ID-Karte meiner Frau, ihren Führerschein sowie verschiedene andere Karten (Kontokarten, Versicherungskarten usw.) an sich. Wir mussten diese sperren lassen und auf der Polizeistation den entstandenen Schaden detailliert angeben.

Ausserdem wurden auch unsere Autoschlüssel gestohlen. Gut, dass unser Sohn das Auto in dieser Zeit benötigte…. In den nächsten Tagen wird das Fahrzeug in der Garage bleiben, wo wir es gekauft haben. Wir brauchen neue Schlüssel, und diese müssen neu programmiert werden. Die Polizei ist der Meinung, der Diebstahl sei professionell geplant und durchgeführt worden. Die Vorgehensweise der Diebe deutet darauf hin, dass sie genaue Informationen besassen. Könnt Ihr bitte für uns beten? Vielen Dank!

Nun zu den wichtigen Dingen: Wie Ihr wisst, habe ich mich von Spanien aus für die Evangelisierung nicht nur in meinem eigenen Land,

sondern auch in Lateinamerika und im Mittleren Osten eingesetzt. Dabei habe ich die Arbeit zu Hause nie vernachlässigt. Wir können nur mit Autorität sprechen, was wir aus Erfahrung gelernt haben. Jesus sagte: „Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben, und unser Zeugnis nehmt ihr nicht an.“ (Johannes 3,11) Auf diese Weise habe ich, durch Gottes Gnade, in fünfzehn lateinamerikanischen und in acht schwierig erreichbaren Ländern, hauptsächlich im Mittleren Osten, Missionszentren gegründet.

Inmitten von Armut und grossen politischen und sozialen Problemen in den lateinamerikanischen Ländern ist Gottes Gnade stark am Wirken. Täglich kommen Tausende zum Glauben an Jesus Christus. Die Grösse der Ernte ist jenseits unserer Vorstellung. Ich bin Gott dankbar, dass ich aktiv teilhaben darf an dem, was er in diesem Teil der Welt tut. Alle Ehre gehört IHM.

Gottes Gnade ist ebenso stark im Mittleren Osten spürbar. Doch es ist kein Geheimnis, dass diese Region die grösste Herausforderung für die heutige Gemeinde darstellt. Aus diesem Grund werden wir in den kommenden Jahren unseren Fokus auf Spanien und den Mittleren Osten richten. Unser Ziel ist es, in fünf Jahren fünfzehn neue Nationen im Mittleren Osten mit dem Dienst von TCCH auszustatten.

Mit dieser Absicht habe ich beim letzten Treffen in Mexiko begonnen, die Leiterschaft in Lateinamerika in andere Hände zu legen. Ich habe dazu Israel Matos Collado erwählt. Er ist einer meiner Mitarbeiter in der Region. Ich werde ihn ein Jahr lang begleiten und führen und ihm danach die komplette Verantwortung übergeben. Ich danke Euch für Eure Unterstützung im Gebet.

Das Wort Gottes erinnert uns daran, dass wahre Schätze nur im Himmel sind, „wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen.“ (Matthäus 6,20) Nichts kann unser Vertrauen und unseren Frieden in Christus rauben. Und nichts kann die tägliche Freude vernichten, die uns erfüllt, wenn Menschen aus dem Tod zu einem neuen Leben finden. „So, sage ich euch, ist Freude vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Busse tut.“ (Lukas 15,10)

Wir arbeiten daran, die Freude im Himmel zu vergrössern. Im Himmel wird eine Hochzeit vorbereitet. Wir gehen zu dieser Hochzeit, und wir laden alle ein, die uns unterwegs begegnen; und viele nehmen die Einladung an. Es wird ein grosses Fest werden.

Die Geschichte von Gerardo ist ein Beispiel:
Es war eine dieser schwierigen Phasen. Gerardo fühlte sich zu nichts nutze und wollte sich umbringen. An jenem Tag bat er seinen Partner, ihn allein am Strand zu lassen. „Ich werde die Bretter und Fischerutensilien noch fertig reinigen“, behauptete er. Als er dann allein war, begann er zu weinen und bat Gott, seinem Leben einen Sinn zu geben.

Die Wellen am Strand waren sanft. Gerardo stand mit dem Rücken zum Meer und mit den Füssen im Wasser, als er ein Stück Papier an seinen Füssen spürte. Ja, dieses Papier schwamm im Wasser. „Die Worte waren gut lesbar, und die Botschaft war genau die, die ich brauchte“, erzählt Gerardo und fügt hinzu: „Es war Gott, der mir ein direktes Zeichen gab.“ Er rannte nach Hause, um seiner Frau zu zeigen, was der Himmel ihm zu Füssen gelegt hatte, und beide übergaben ihr Leben Jesus. Gerardo und seine Frau sind mittlerweile getauft und besuchen einen Hauskreis in ihrer Nähe. Ihr Zeugnis hat auch einige ihrer Verwandten und Freunde zu Jesus geführt.
Ein Traktat, das auf dem Wasser schwimmt — eine Botschaft der Errettung im Meer — ein Mann, gerettet durch Jesus…. Nur ein Beispiel von vielen, das zeigt, was Gott täglich tut, wenn wir einfach gehorchen und seinen Samen ausstreuen.

Herzlichen Dank für Eure treue Unterstützung und Eure Begleitung in diesem fortwährenden Abenteuer des Glaubens und der Liebe. Gemeinsam können wir mehr tun und erreichen.

Euer Freund und Missionspartner



José Seisdedos






Zeugnisse und Briefe


Von Pfarrer Santiago Mancebo — Ciriza, Naverra
Liebe Geschwister, in den letzen Monaten haben wir mehrere Viertel in Ciriza mit dem Evangelium erreicht. Auch haben wir unsere evangelistischen Aktivitäten auf die Kleinstädte Milagros, Larraga und Puente la Reina y Alsasua ausgeweitet. Wir erleben die verschiedensten Reaktionen auf die Verkündigung des Evangeliums: Gleichgültigkeit, Unglaube und Verstockung, aber auch Offenheit und Herzen, die für den Herrn bereit sind!
Nun, da wir an diese Orte zurückkehren, ernten wir, was wir gesät haben. Menschen laden uns in ihre Häuser ein, damit wir ihnen mehr von Jesus erzählen und für sie beten. Im Seniorenheim von Milagros haben wir für viele gebetet, und viele durften wir zum Herrn führen. In Larraga haben wir mit mehreren Beamten gebetet; in Puenta la Reina hat uns der lokale Chor gebeten, in seinem Übungsraum mit ihm zu beten… Kurz gesagt: Viele Menschen werden für den Herrn gewonnen, und das Reich Gottes breitet sich in dieser Region aus. Während wir uns auf die Weihnachts-Evangelisation vorbereiten, sind wir auf Eure Hilfe angewiesen und danken Gott für Euch!


Von Lorenzo S. Munoz — Priego de Córdoba
Liebe Geschwister, wir fahren fort, den Samen von Haus zu Haus auszustreuen, während wir mit lokalen Gemeinden zusammenarbeiten, wo immer wir auch hingehen: Córdoba, Valencia, Madrid, Alcobendas, Jaén, Orense, Puente Genil und jetzt auch Priego de Córdoba mit den umliegenden Dörfern. Unsere Aufgabe ist das Säen und Bewässern, und Gott schenkt das Wachstum zu gegebener Zeit. Wir erleben dies immer wieder. Ich arbeite seit vielen Jahren mit Bruder José zusammen. Zuerst als Pastor in einer Gemeinde in Orense, und in den vergangenen Jahren, nach meiner Pensionierung, als Christ, der seinen Glauben mit anderen teilen möchte. Mit dieser Aufgabe will ich auch beschäftigt sein, wenn der Herr mich zu sich holt. Zurzeit säe ich in der Stadt Priego und in den umliegenden Dörfern. Vielen Dank für Eure beständige Versorgung mit dem nötigen Samen!

Von Pedro Rubio — Hellin, Albacete
Liebe Geschwister, da ich behindert bin, ist meine Mobilität sehr eingeschränkt. Doch ich möchte das Evangelium weitersagen und das Reich Gottes unter meinen Mitbewohnern im Heim bauen. Könntet Ihr mir bitte eine grössere Anzahl Schriften zu diesem Zweck senden? Ich werde Euch über die Frucht auf dem Laufenden halten, um Nacharbeitsmaterial zu bestellen. Herzlichen Dank!






Gebetsanliegen

„Haltet fest am Gebet, und wacht darin mit Danksagung; und betet zugleich auch für uns, dass Gott uns eine Tür des Wortes öffne,
das Geheimnis des Christus zu reden.“ (Kolosser 4,2-3)

• SPANIEN
Gemeindearbeit:
Das Reich Gottes schreitet voran, wenn Christen überall aufstehen und sich für den Herrn aufmachen. Wir danken Gott, dass wir im November, gemeinsam mit 16 Gemeinden und 48 einzelnen Helfern, über 40’000 Familien zum Fest des Herrn einladen durften. Lasst uns dafür beten, dass viele Menschen auf Gottes Gnade in Christus antworten und seine Einladung annehmen. Heute ist der Tag der Errettung.

• SPANIEN
An der Front:
José reist regelmässig in gefährliche Länder. An diesen Orten ist es ratsam, zusätzliche Sicherheitsmassnahmen zu treffen und die Strasse zu bestimmten Zeiten zu meiden. Das letzte Land, das er besuchte, fällt auch unter diese Kategorie. Doch Tatsache ist, dass solche kriminelle Angriffe überall stattfinden können, sogar im eigenen Heim. Während José das Evangelium an der Front verkündet, mehren sich die geistlichen Angriffe. Lasst uns bitte für José und seine Familie beten.



• SCHWER ERREICHBARE LÄNDER
Es ist kein Geheimnis, dass diese Region die grösste Herausforderung für die heutige Gemeinde darstellt. Aus diesem Grund wird José in den kommenden Jahren seine Konzentration allein auf Spanien und den Mittleren Osten richten. Lasst uns um Gottes Segen beten.

• LATEINAMERIKA
Bei seinem letzten Besuch in Mexiko hat José begonnen, die Leiterschaft für diese Region in neue Hände zu legen. Israel Matos Collado, ein junger, treuer und fähiger Mitarbeiter, wird während der Zeit der Vorbereitung als Beauftragter von José agieren. Lasst uns bitte für Israel und diesen Übergabeprozess beten.