MONATSBRIEF VON JOSÉ SEISDEDOS
NR. 04, April 2018

Liebe Freunde und Geschwister

Zu vergeben und Vergebung zu empfangen ist ein Hauptbedürfnis des Menschen. Wir alle verletzen einander. Darum brauchen wir Vergebung; und gleichzeitig müssen wir auch jenen vergeben, die uns verletzt haben. Der Mangel an Vergebung in allen Bereichen ist die Ursache für viele persönliche und soziale Krankheiten. Vergebung muss nicht nur angenommen werden, sie muss auch geschenkt werden. Wenn wir nicht bereit sind, zu vergeben, werden wir auch selbst nie wirklich Vergebung annehmen können. Die Osterzeit lädt uns ein, über die Vergebung Gottes in Jesus Christus nachzudenken. Vergebung oder der Mangel daran ist ein grosses Thema, das zwischen Leben und Tod entscheidet. Wer die Vergebung Gottes in Christus ablehnt, verurteilt sich selbst und beraubt sich der Fähigkeit, anderen zu vergeben. Und wer nicht fähig ist zu vergeben, ist in einem Netz der Bitterkeit gefangen, aus dem es kein Entrinnen gibt.

Täglich begegnen wir Männern und Frauen voller Bitterkeit, welche von unterschiedlichen Menschen verletzt wurden:„Soll ich ihnen vergeben, was sie mir angetan haben? Niemals!“ Dies war die Reaktion von Melisa, als sie hörte, was das Evangelium von ihr verlangte. Melisa dachte, sie sei ein Christ, weil sie sonntags zur Kirche ging. Doch ihr Christentum war nur eine Fassade. Meine Frau und ich hatten oft mit ihr gesprochen. Sie musste sich Jesus unterwerfen. Doch sie wehrte sich dagegen, Jesus die Herrschaft über ihr Leben zu übergeben. Deshalb ist sie eine unglückliche Person, wie ein Sturm, der mit Blitzen und Donner geladen ist. Ihre Liste von realen oder eingebildeten Ursachen zur Anklage wird immer länger. Das Schlimmste daran ist, dass sie ihre Eltern und Brüder mit in den Abgrund ihrer Bitterkeit gezogen hat. Melisa ist ein tragisches Beispiel, wie viele andere Menschen auch.

Susanna, deren Brief wir im Anhang wiedergeben, ist ein völlig anderer Fall. Sie schrieb: „Ich wusste nicht, wie ich denen vergeben sollte, die mich verletzt haben“ und fügte hinzu: „Ich hatte eine lange Liste von Menschen, die mich verletzt hatten. Ich hätte gerne vergeben, doch meine Bitterkeit war grösser als mein Wunsch danach. So erging es Susanna, bis eines Tages die biblische Botschaft zu ihr nach Hause kam und ihr Leben veränderte. Durch den Glauben an Jesus begann Susanna, Gottes Gnade und Vergebung zu erfahren und dann wurde Sie ebenfalls fähig, zu vergeben. Gottes Vergebung durch den Glauben an Christus kann die grösste Bitterkeit in eine vergebende Haltung umwandeln.
Durch Vergebung werden die Ketten zerbrochen. Sie macht frei. Viele Menschen entdecken diese Veränderung dank derer, die sich mit ihren Gebeten und Gaben für diesen Dienst einsetzten. Dies ist auch möglich, dank der koordinierten Arbeit von TCCH und der Gemeinden, die sich zum Ziel gesetzt haben, Jesus bekannt zu machen. Dieser war es, der am Kreuz in Bezug auf seine Mörder und Spötter ausrief: „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“



Das Osterfest erinnert uns daran, dass wir uns dieser „Vergebungskette“, die Jesus eröffnet hat, anschliessen sollten. Im „Vater Unser“ lehrt uns Jesus, so zu vergeben, wie uns vergeben wurde (Matthäus 6,12). Christsein bedeutet, unsere Feinde zu lieben, jene zu segnen, die uns verfluchen, Gutes zu tun denen, die uns hassen und für diejenigen zu beten, die uns missbrauchen und verfolgen (Matthäus 5,44). Im Gleichnis von den zwei Schuldnern ermahnt uns Jesus, von ganzem Herzen zu vergeben (Matthäus 18,35).

Vergebung ist nicht eine beliebte Botschaft. Uns allen fällt es schwer, zu vergeben. Wir ziehen es vor, dem anderen mit der gleichen Münze zurückzuzahlen. Doch das Evangelium lehrt uns, dass die Vergebung, die wir erhalten, verbunden ist mit der Vergebung, die wir geben. Dies ist die Botschaft, die wir (TCCH) im ganzen Land verbreiten. Das Evangelium beeinflusst grundlegende Lebensbereiche. Gott über alles zu lieben und unseren Nächsten wie uns selbst, sind zwei Seiten derselben Münze. Jene, die sich „Christen“ nennen, jedoch nicht bereit sind, zu vergeben, haben die Botschaft des Kreuzes nicht verstanden. Es ist eine Tatsache, dass es immer noch Menschen in den Gemeinden gibt, die Jesus nicht als ihren Herrn anerkennen. Das „Namens-Christentum“ ist ein grosses Missionsfeld, dem wir ebenfalls unsere Aufmerksamkeit schenken.

Im März haben wir mehrere Kampagnen durchgeführt. Die grösste davon fand im Gebiet von Valencia statt. Zusammen mit 65 Gemeinden und 271 einzelnen Freiwilligen, haben wir die Botschaft der Vergebung und Versöhnung in Christus an über 106’000 Menschen weitergegeben. Wir loben Gott dafür. Nur Gott weiss, was diese Einsätze bewirken. Bis jetzt haben 410 Personen die Suche nach Gott aufgenommen. Auf dieser Suche werden sie von unserem Bibel-Nacharbeits-Set „Der Weg zum Glück“ begleitet. 29 Personen haben begonnen, die Gottesdienste regelmässig zu besuchen und sich öffentlich zu ihrem Glauben an Christus zu bekennen.

Die Botschaft der Vergebung und Versöhnung ist genau das, was Spanien gegenwärtig in seiner politischen und sozialen Situation benötigt. Und mit Eurer Hilfe bringt TCCH diese Botschaft ununterbrochen zu jedermann. Gemeinsam können wir mehr tun und mehr erreichen. Noch einmal, herzlichen Dank!

Euer Freund und Missionspartner



José Seisdedos






Zeugnisse und Briefe


Brief von Josue Pena, Koordinator der Pastoren von Valencia und Castellon
Liebe Geschwister von TCCH. Wir möchten Euch gerne über die Evangelisations-Arbeit informieren, die wir mit Eurer Hilfe ausführen. Jeden Tag gehen wir auf die Strassen und beschenken Menschen mit Euren Schriften. Samstag nachmittags evangelisieren wir in Parks und Gärten unserer Stadt, wenn das Wetter es erlaubt. In dieser Umgebung haben wir mit über 60 Personen gebetet. Jede Person, die das Gebet des Glaubens und der Umkehr zu Jesus Christus spricht, erhält einen sogenannten „Errettungs-Briefumschlag“. Darin befindet sich das Traktat: „Liebesbrief des Vaters“, ein Johannes-Evangelium und ein persönlicher Brief mit einer Einladung zu den Versammlungen der Gläubigen, um Gott besser kennen zu lernen.

Letzten Sommer hatten wir eine Sommer-Kampagne. Über hundert junge Menschen kamen, um uns zu helfen und wir konnten für 337 Personen beten. Fünf davon wurden bereits getauft. Jetzt, im Winter gehen wir jeden Samstagabend hinaus, um den Samen auszustreuen. Wir danken Euch, liebe Geschwister, für die ausgezeichneten Broschüren und Schriften, die uns ein ununterbrochenes Säen und Ernten ermöglichen.
Es ist unser Gebet, dass Gott diese Arbeit weiterhin gedeihen lässt und Euch als Werkzeuge gebraucht, um die Gemeinde in Spanien zu segnen.
Herzliche Grüsse von unserer Gemeinde.

Als Verantwortlicher der Gemeinschaft der Pastoren von Valencia möchte ich Euch (TCCH) danken für Eure Hilfe und die wertvolle Zusammenarbeit in der evangelistischen Kampagne, die in Gandia stattgefunden hat. Bis jetzt haben sich 29 Personen zum Glauben bekannt und besuchen regelmässig die Gottesdienste. Während wir uns nun auf einen weiteren evangelistischen Einsatz in Alzira, Valencia und Massamagrell vorbereiten, verlassen wir uns auf Eure Unterstützung in jeder Art und Weise. Wir sind unsagbar dankbar für den Dienst von TCCH, wie auch für die ausgezeichnete Literatur, die unsere Gemeindemitglieder inspiriert und in Bewegung bringt. Lasst uns dafür beten und darauf vertrauen, dass diese Zeit der Aussaat viel Frucht hervorbringt, welche den Namen Jesu Christi als Herrn und Erlöser bekennt.


Brief von Susanna Rivero, (54-jährig)
„Ich wusste nicht, wie ich denen vergeben sollte, die mich verletzt hatten. Die Liste derer war sehr lang. Ich hätte gerne vergeben, doch meine Bitterkeit war grösser. Ich fühlte mich sehr einsam und mir fehlte die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Ich wusste, dass es einen Gott im Himmel gibt der alles sieht, doch ich betete zu der Jungfrau Maria und zu den Heiligen. Dabei lebte ich für mich selbst, ging von Party zu Party und wich allen Verpflichtungen aus. Bis mir eines Tages die biblische Botschaft in die Hände kam.

Durch diese biblische Nachricht, die mir einige Christen geschenkt hatten, erlebte ich die Vergebung, die Gott uns in Jesus Christus durch seine Gnade anbietet. Die erste Folge davon war, dass ich begann, denen zu vergeben, die mich verletzt hatten. Was für eine Befreiung! Es war eine Revolution. Durch mein Zeugnis nahm auch meine Mutter Jesus als Herrn und Erlöser an. Ebenso meine Geschwister, meine Neffen und mein Vater. Dies sind einige Beispiele davon, was Gott in meinem Leben und in meiner Familie getan hat. Ich danke Gott für seine Vergebung und ich bin jenen dankbar, die mir die Nachricht überbracht haben.


Brief von Gustavo Marcel, Pastor der Baptisten-Gemeinde in Valladolid
Liebe Geschwister, wie Ihr wisst, haben wir unsere evangelistischen Einsätze in den letzten Monaten auf die Städte Cigales und La Cisterniga in der Provinz Valladolid konzentriert. Hier gibt es keine evangelischen Gemeinden. In diesem Unternehmen spielen die Broschüren von TCCH wie auch die Bibellektionen eine Schlüsselrolle. Die Qualität Eurer evangelistischen Literatur ist so gut, dass die Leute sie nicht einfach wegwerfen, sondern sie behalten und früher oder später lesen. Dies zeigt, dass die Menschen schätzen, was sie erhalten. Wir beten für die Erfüllung von Gottes Verheissung, dass „Sein Wort nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu es gesandt wurde“. Wir danken Euch, dass Ihr mit uns kommt und Euch an der Aussaat von Gottes Wort beteiligt.






Gebetsanliegen
„Haltet fest am Gebet, und wacht darin mit Danksagung;
und betet zugleich auch für uns, dass Gott uns eine Tür des Wortes öffne,
das Geheimnis des Christus zu reden.“ (Kolosser 4,2-3)
• SPANIEN
Gemeindearbeit: Im März haben wir mehrere Kampagnen durchgeführt. Die grösste davon fand im Gebiet von Valencia statt. Zusammen mit 65 Gemeinden und 271 einzelnen Freiwilligen haben wir die Botschaft der Vergebung und Versöhnung in Christus an über 106’000 Menschen weitergegeben. Wir loben Gott dafür. Nur Gott weiss, was diese Einsätze bewirken. Bis jetzt haben 410 Personen die Suche nach Gott aufgenommen. Auf dieser Suche werden sie von unserem Bibel- Nacharbeitungs-Set „Der Weg zum Glück“ begleitet. Lasst uns dafür beten, dass sie alle die Kraft der Vergebung erleben werden.

• SPANIEN
Katalonien:
Bestimmt seid Ihr mit der aktuellen politischen und sozialen Situation in Spanien vertraut, die seine Stabilität bedroht. Das Epizentrum davon befindet sich in Katalonien. Dies ist vielleicht einer der kompliziertesten Abschnitte in der Geschichte dieses Landes. Keiner der beiden Blocks - Separatisten und Nationalisten - sind bereit für einen Dialog. Diese Situation ist wie ein Zugunfall, bei dem die Entgleisung in bitteren Konfrontationen mit vielen Toten enden kann. Bitte betet für Spanien. Betet für eine Umkehr zum gesunden Menschenverstand, zum Dialog und zum gegenseitigen Verständnis. Betet für eine vergebende Haltung auf beiden Seiten.

• SCHWER ERREICHBARE NATIONEN
Wir haben einen Hilferuf aus einem Land im Nordosten Afrikas erhalten. Dieses Land ist wahrscheinlich die grösste Herausforderung für das Evangelium in diesem Gebiet des afrikanischen Kontinents. Diese Anfrage zu stellen, bedeutet ein hohes Risiko, welches von hingebungsvollen Dienern Gottes bereitwillig eingegangen wird. Bitte betet um Gottes Weisheit und Leitung bei jedem Schritt, der vor uns liegt. Eine Tür für das Evangelium wurde in diesem Land geöffnet, und wir sind bereit, hineinzugehen.