MONATSBRIEF VON JOSÉ SEISDEDOS
NR. 05, 2017

Liebe Freunde und Geschwister,

laut Jesus sind es die Jünger, die Frucht bringen. "Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger." (Johannes 15,8) Frucht zu bringen macht uns Christus ähnlich und verherrlicht den Vater. Jünger zu machen gehört zu der Frucht, die wir bringen sollen (Matthäus 28,19), und je früher wir damit beginnen, umso besser.

Johannes der Täufer war mit zwei seiner Jünger unterwegs. Als er Jesus vorbeigehen sah, sprach er: "Siehe das Lamm Gottes." Und als die beiden Jünger das hörten, folgten sie Jesus nach. Einer von ihnen hiess Andreas. "Der findet zuerst seinen Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias gefunden, das heisst übersetzt: der Gesalbte. Und er führte ihn zu Jesus. Als Jesus ihn sah, sprach er: Du bist Simon, der Sohn des Johannes; du sollst Kephas heissen, das heisst übersetzt: Fels." (Johannes 1,41-42)

Abgesehen von den Evangelien taucht Andreas ein letztes Mal im ersten Kapitel der Apostelgeschichte auf. Wir wissen nur wenig mit Bestimmtheit über ihn. Eine alte Überlieferung behauptet, er sei in Patras (Griechenland) gestorben, nach einem Leben im Dienst für den Herrn. Als Jesu Jünger brachte Andreas Frucht und verherrlichte Gott, den Vater. Wahrscheinlich bestand seine grösste Frucht darin, Petrus zu Jesus zu führen. Die Frucht von Petrus ist somit auch die Frucht von Andreas. Das Wunderbare an der Saat ist, dass sie sich durch neue Samen multipliziert und viel Frucht bringt. Dies ist ein endloser Prozess unter der Aufsicht Gottes. Ein Sprichwort besagt, dass sogar ein Kind die Kerne in einem Apfel zählen kann, doch dass Gott allein weiss, wie viele Äpfel in einem Kern stecken.

Wir können die Menge der Frucht unseres Samens nicht abschätzen. Dieser Tatsache begegnen wir in unserem Dienst immer wieder. Und wir berichten Euch in unseren Briefen in Zeugnissen über den Samen des Evangeliums, der auf verschiedenartiges Land gesät wird. Oft sind wir überrascht von der Frucht. Plötzlich keimt der Same und bringt im Herzen eines Menschen Frucht. In dieser Frucht befinden sich neue Samenkörner, die wiederum in andere gestreut werden (Verwandte, Freunde und Bekannte), die ihrerseits den Prozess wiederholen und neue Jünger machen. Allein der Herr wird das Endresultat unserer Arbeit offenbaren! (Siehe dazu das Zeugnis von unserem Mitarbeiter Rino Bello)







TCCH fördert sowohl das individuelle als auch das kollektive Evangelisieren in Spanien und in anderen Ländern. Wir mobilisieren Gläubige, das Evangelium auf persönlicher Basis zu verbreiten. In dem Mass, in dem uns dies gelingt, wird wiederum auch die Gemeinde mobilisiert und auferbaut. Auf diese Weise keimt das Evangelium, wächst in den Herzen heran, und die Frucht vermehrt sich in Proportionen jenseits unserer Vorstellungen. Gott allein weiss, wie viele Äpfel in einem Samenkorn stecken. Mit dieser Überzeugung streuen wir unaufhörlich Samen und ermutigen die Sämänner. Diese sind die vielen "Andreasse", die überall in Spanien mit uns zusammenarbeiten.

Unser Same ist das Evangelium von Jesus Christus, das wir ausstreuen. Dabei beachten wir das soziale Umfeld, in dem wir leben, und gehen auf die verschiedenen Probleme der Menschen ein. In unseren Briefen und Berichten geben wir jeweils minimale Zahlen und Statistiken weiter. Dies tun wir mit Absicht, damit niemand uns der Überheblichkeit bezichtigen kann. Eines Tages wird der Herr die endgültige Frucht offenbaren. Wir wissen, dass weder der, der sät, noch der, der begiesst, sondern Gott allein das Wachstum schenkt (1. Korinther 3,7). Dabei sind wir absolut sicher, dass die Frucht viel grösser ist als jene, die wir erkennen können. Gott sei alle Ehre!
Aus diesem Hintergrund möchte ich Euch mitteilen, dass durch Gottes Gnade und in Zusammenarbeit mit 18 Gemeinden und 85 einzelnen Mitarbeitern (Andreasse) im März 2017 insgesamt 61'440 Evangeliums-Samen durch TCCH ausgestreut wurden. Mehr als 45'000 Familien wurden dadurch erreicht, und 155 Suchende haben mithilfe des Bibelkurses "Der Weg zum Glück" den Weg des Glaubens eingeschlagen. Lasst uns für die Bewährung dieser Frucht beten, wie auch für alle anderen Samenkörner, die ausgestreut wurden. Wir wissen, dass das Leben des Samens in jedem einzelnen Menschen sein Werk fortführt. Wenn die Zeit da ist, werden wir eine Ernte sehen, die jenseits unserer Erwartungen liegt.

Wie ich Euch schon in vorangegangen Briefen mitgeteilt habe, hat die Allianz der Evangelischen Gemeinden in Spanien eine Reihe von Anlässen geplant, die in Madrid mit dem "Festival of Hope" vom 10. bis zum 15. Juli ihren Höhepunkt erreichen wird. Um die unzähligen "Andreasse", die ihre Bekannten einladen werden, zu unterstützen, wird TCCH 500'000 Einladungen mit einer evangelistischen Botschaft drucken und verteilen. Bitte betet für diese Anlässe, wie auch für das Erreichen der Teilnehmer. Betet ebenso für Gottes Versorgung zur Herstellung der Schriften. Diese Samenkörner werden in vielen Menschen aufkeimen und so einen Prozess der Veränderung und Umwandlung auslösen.

Nichts davon wäre möglich ohne die grosszügige Unterstützung derer, die diese Zeilen lesen. So wie Andreas es zu seiner Zeit getan hat, ermöglicht auch Ihr vielen Menschen, Jesus Christus kennenzulernen. Gemeinsam können wir mehr tun und viel mehr erreichen.

Euer Freund und Missionspartner



José Seisdedos






Zeugnisse und Briefe


Brief von unserem Freund und Bruder Rino Bello, mit dem Zeugnis von Walter Pereira:
Walter war 8 Jahre alt, als seine geliebte Grossmutter starb. Ihr Verlust schmerzte Walter sehr. In der Brieftasche seiner Grossmutter fand Walter eine alte evangelistische Broschüre und bewahrte sie wie einen Schatz auf. Walter bezeugt, dass er im Alter von 14 Jahren durch diese Botschaft Jesus als seinen persönlichen Retter kennenlernte. Er begann, die Gemeinde seiner Grossmutter zu besuchen. Kurz darauf liess er sich taufen. Das war vor 28 Jahren. Walter ist nun 42 Jahre alt und bekennt, dass er bei seiner Bekehrung den festen Entschluss gefasst hat, die gedruckte Botschaft des Evangeliums so vielen Menschen wie möglich weiterzugeben. "Während 28 Jahren habe ich Tausende Traktate verteilt, und ich hatte das Vorrecht, Hunderte, vielleicht Tausende, zu Christus zu führen. Ich bin sehr froh, ein Mitarbeiter von TCCH zu sein", fährt Walter fort und erläutert anhand mehrerer Beispiele, wie Menschen durch den ausgestreuten Samen verändert wurden:

"Gustavo, ein junger Drogensüchtiger, bemerkte, dass wir von Haus zu Haus gingen und Schriften verteilten. Er kam auf mich zu und fragte: Was ist das für ein kleines grünes Blatt? Ich reichte ihm ein Exemplar und erzählte ihm von der Liebe Christi. Ein paar Stunden später sah ich Gustavo auf meinem Heimweg wieder. Er hatte das Traktat mehrmals gelesen und nahm auf der Stelle Christus als seinen Retter an. Jetzt gehört er zu einer Gemeinde und ist inzwischen getauft."

"Eine Frau begann beim Lesen einer Schrift zu weinen. Sie bekannte später: ‚Sie haben mir diese Botschaft in einem sehr traurigen Moment meines Lebens überreicht. Ich hatte beschlossen, Selbstmord zu begehen. Doch diese Botschaft schenkt mir Hoffnung und Lebensfreude.' Ich betete mit ihr, und sie nahm Jesus als ihren Retter an. Durch ihr Zeugnis kam ihre ganze Familie zum Glauben an Jesus Christus. Sie alle wurden getauft und sind nun aktive und fruchtbare Mitglieder der Gemeinde."

"Eines Tages verteilte ich mit einem kleinen Team Traktate in einem Stadtviertel. Wir kamen zu einem Haus, bei welchem viele Leute standen. Einige weinten. Wir baten um Erlaubnis und verteilten TCCH-Schriften, die freundlich angenommen wurden. Ich fragte, was los sei. Jemand erklärte mir, dass die Besitzerin des Hauses sehr krank sei und die Ärzte sie zum Sterben nach Hause geschickt hätten, weil sie nichts mehr gegen den Krebs in ihrem Kopf tun konnten. Ich ermutigte die Leute, die Schriften zu lesen. Dann bat ich um Erlaubnis, für die kranke Frau zu beten. Danach zogen wir uns zurück. Eine Woche später kehrten wir zu jenem Haus zurück und fanden die kranke Frau, die im Sterben gelegen hatte, gesund und munter vor! Die Frau nahm uns mit grosser Freude auf. ‚Ich habe Euch erwartet!', sagte sie und berichtete uns, wie Gott sie zum Erstaunen und zur grossen Verwunderung der Ärzte geheilt hatte. Sowohl sie, wie auch ihre gesamte Familie und ihre Freunde, welche die TCCH-Schriften erhalten hatten, kehrten zum Herrn um und versammeln sich nun wöchentlich mit anderen Christen in einem Hauskreis für Neubekehrte.

Walter fährt weiterhin fort, Samen des Glaubens zu säen; so setzt sich die Multiplikation auf wundersame Weise fort.


Brief von Mitarbeiter und Pastor W. Jackson — Zamora
Liebe Geschwister, zuerst möchte ich Euch für Eure grosszügige Unterstützung bei der Verbreitung des Evangeliums danken. Ein grosser Teil unserer Arbeit in dieser Region besteht im Evangelisieren. Daher ist Eure Hilfe ein grosser Segen. In den kommenden Wochen werden wir unsere evangelistischen Einsätze auf die Hauptstadt Zamora konzentrieren. Hier werden wir eine öffentliche Kampagne durchführen. Ebenso in drei weiteren Städten der Provinz: In der Stadt Toro haben wir vor Kurzem einen Versammlungsraum bezogen, mit der Absicht, eine neue Gemeinde zu gründen. In Fermoselle (dem Geburtsort von Bruder José) haben wir bereits mit einer kleinen Gruppe begonnen, Gottesdienste zu feiern. Auch in Sanabria haben wir mittlerweile eine kleine Gemeinde eröffnet. Das Säen geht weiter. Herzliche Grüsse an unsere geliebten Geschwister und Freunde, José und Esperanza.






Gebetsanliegen
„Haltet fest am Gebet, und wacht darin mit Danksagung;
und betet zugleich auch für uns, dass Gott uns eine Tür des Wortes öffne,
das Geheimnis des Christus zu reden.“ (Kolosser 4,2-3)



• SPANIEN
Gemeindearbeit:
Im März wurden durch Gottes Gnade und in Zusammenarbeit mit 18 Gemeinden und 85 einzelnen Mitarbeitern insgesamt 61'440 Evangeliums-Samen durch TCCH ausgestreut. Mehr als 45'000 Familien wurden erreicht, und 155 Suchende haben mithilfe des Bibelkurses "Der Weg zum Glück" den Weg des Glaubens begonnen. Lasst uns für das Wachstum dieser Frucht beten, und auch für alle anderen Samenkörner, die ausgestreut wurden. Wir wissen, dass der Samen in jedem einzelnen Menschen sein Werk fortführt.

• SPANIEN
Festival of Hope:
Einer der Anlässe, welcher die Allianz der evangelischen Gemeinden in Spanien ausgewählt hat, um das 500-jährige Jubiläum der Reformation zu feiern, ist das "Festival of Hope", welches zwischen dem 10. und 15. Juli 2017 stattfinden wird. Um die unzähligen "Andreasse", die ihre Bekannten einladen werden, zu unterstützen, wird TCCH 500'000 Einladungen mit einer evangelistischen Botschaft drucken und verteilen. Bitte betet für diese Anlässe, wie auch für das Erreichen der Teilnehmer. Betet auch für Gottes Versorgung, damit wir die Botschaften drucken lassen können. Diese Samenkörner werden in vielen Menschen aufkeimen und so einen Prozess der Veränderung und Umwandlung beginnen.

• SPANIEN
Schöpfungsordnung:
Die Meinungsfreiheit und das Recht der Eltern, ihre Kinder in Übereinstimmung mit der natürlichen Schöpfungsordnung zu erziehen, ist in Gefahr. Die Regierung und die Lobby der Schwulen, Lesben, Trans- und Bisexuellen fördern die sexuelle Indoktrination der Kinder in den Schulen. Der Kampf dagegen geht weiter. Die Unterstützung der Christen und all jener, welche die natürliche Schöpfungsordnung respektieren, ist in dieser Sache unerlässlich. Es ist an der Zeit, die Bequemlichkeit der politischen Korrektheit aufzugeben und die Wahrheit in Liebe zu verkünden. Es ist an der Zeit, öffentlich zu protestieren. Bitte betet weiterhin für diese Sache und dafür, dass Gott seinem Volk Weisheit und Mut schenkt.