MONATSBRIEF VON JOSÉ SEISDEDOS
NR. 04, 2017

Liebe Freunde und Geschwister,

kürzlich nahm ich an einer Demonstration in Madrid teil, in der es um den Schutz der Meinungsfreiheit ging. Gleichzeitig wurde das Recht der Eltern verteidigt, ihre Kinder in der natürlichen Schöpfungsordnung zu erziehen. Wir protestierten gegen die sexuelle Indoktrinierung in Schulen durch die Regierung, die Gay-Lobby, durch Lesben sowie Trans- und Bisexuelle.

Die Meinungsfreiheit in Spanien ist bedroht. Anscheinend können allein die Verfechter der sogenannten „Gender-Ideologie“ ihre Meinung und ihren Willen frei äussern. Vor mehr als zwei Wochen startete die Bürgerrechtsbewegung „Hazte Oir“ eine Bus-Werbung, deren Aussage in jedem Biologiebuch nachzulesen ist. Es geht darin um die Körpermerkmale, die Jungen und Mädchen voneinander unterscheiden. Diese Werbung ist ein Aufruf an die Eltern, nicht zuzulassen, dass ihre Kinder in der Schule manipuliert werden. Die Werbung führte zu Reaktionen aus allen politischen Parteien, wie auch aus der Regierung selbst. Diese bezeichnete die Werbung als eine „Anstiftung zu Hass und Homophobie“. Ohne ein juristisches Mandat verlangte der Bürgermeister von Madrid die sofortige Zensur dieses „beleidigenden“ Plakats und die Stilllegung des Busses, was eine klare Übertretung des demokratischen Rechts der Meinungsfreiheit darstellt.





Die GLTB-Gruppen haben ihren grossen Tag, an dem sie feiern und nur halb bekleidet durch die Stadt ziehen. Ihre Darstellungen sind oft respektlos und beleidigend; so wie auch jene, die vor Kurzem anlässlich einer Veranstaltung auf den kanarischen Inseln stattfand und welche den christlichen Glauben verspottete. Keine politische Partei hat ihre Stimme dagegen erhoben. Doch es erschien dringend nötig, eine harmlose Bus-Aufschrift zu entfernen, von der man behauptete, dass die beschriebene, biologische Wahrheit zu Hass und Homophobie anstiften könnte. Wenn wir einer solch absurden Logik folgen, ist dann auch die Frage einer schwangeren Frau an ihren Arzt, ob das, was sie in sich trägt, ein Junge oder ein Mädchen sei, eine Anstiftung zu Hass und Homophobie?

Wie Ihr wisst, beansprucht die Gender-Ideologie das Recht jedes Einzelnen, das eigene Geschlecht sowie die sexuelle Ausrichtung frei wählen zu können, ohne Rücksicht auf die biologische Identität selbst. Dies ist die Rebellion der Geschöpfe gegen den Schöpfer. Sie leugnen die körperlichen Merkmale und geben vor, sich als autonome Wesen selbst neu zu erschaffen. Und das soll gut sein!? Dieses Bild des Verfalls wird vom Apostel Paulus in Römer 1,18-32 beschrieben. Dies ist die Realität, der wir uns entschlossen widersetzen müssen, indem wir die Wahrheit in Liebe verteidigen; denn nur die Wahrheit macht uns frei.

„Wenn die Grundpfeiler umgerissen werden, was richtet da der Gerechte aus?“ (Psalm 11,3) Es gibt eine stille Mehrheit, die mit diesen Dingen nicht einverstanden ist. Doch sie unternimmt nichts dagegen. Die stille Mehrheit erhebt ihre Stimme nicht. Sie äussert sich nicht und wählt die politische Korrektheit. Die stille Mehrheit jammert im privaten Umfeld, doch in der Öffentlichkeit ist sie stumm. Und so nimmt das Böse überhand. Gott sagte zu Hesekiel in Bezug auf das Böse, das die Stadt Jerusalem befallen hatte: „Ich suchte unter ihnen, ob jemand eine Mauer ziehen und in die Bresche vor mir treten würde für das Land, damit ich‘s nicht vernichten müsste; aber ich fand keinen.“ (Hesekiel 22,30) Möge dies nie von uns gesagt werden! Christen können und dürfen nicht schweigen. Wer schweigt, hat kein Recht, sich später zu beklagen.

Als Christ bin ich gefordert, aktiv in die Bresche zu treten, gemeinsam mit jenen, die für die Wahrheit kämpfen. Dies habe ich getan, indem ich mich dieser Demonstration der Bürgerrechts-Plattform angeschlossen habe. Gemeinsam mit anderen werde ich der Regierung so viele Protestschreiben wie nötig zusenden, bis wir gehört werden. In diesem Jahr, während wir das 500-jährige Jubiläum der Reformation feiern, müssen wir unsere Stimmen erheben, um die Wahrheit inmitten einer verlorenen Gesellschaft zu schützen. Dadurch sind wir dem Geist der Reformation treu! Es gibt keine bessere Art, dieses Jubiläum zu feiern!

Als Leiter von TCCH verbreite ich die Wahrheit, indem ich das geschriebene Evangelium von Stadt zu Stadt und von Haus zu Haus verkünde. Zu diesem Zweck arbeite ich mit den Gemeinden zusammen und mobilisiere Christen aller Denominationen für die Aufgabe, die wir als Kinder Gottes gemeinsam haben. Mit unseren Evangeliums-Schriften laden wir Menschen dazu ein, zu Gott umzukehren und auf das gute Fundament seines Wortes zu bauen. „Die Wiederkunft“ ist ein Traktat, welches speziell auf die Gender-Ideologie eingeht. Unsere Mitarbeiter machen rege Gebrauch davon. Die Botschaft beginnt mit folgender gewaltigen Aussage: „Am Anfang schuf Gott Mann und Frau. Er segnete die natürliche Vereinigung der beiden Geschlechter, des Mannes und der Frau. Dadurch gründete er die menschliche Familie, welche er mit Ressourcen und völliger Entwicklungsfreiheit ausstattete.“ Lasst uns dafür beten, dass die Botschaft dieses Traktats alle Familien erreicht.

Im Februar 2017 haben ungefähr 33’000 Familien das Traktat „Die Wiederkunft“ erhalten. Dies geschah durch die Zusammenarbeit von elf Gemeinden und 59 einzelnen Helfern. Es beinhaltet die Einladung, zu Gott umzukehren, der mit offenen Armen auf seine Kinder wartet. Bis jetzt haben 115 Personen darauf reagiert und möchten durch den Bibelkurs „Der Weg zum Glück“ Gott näher kommen. Lasst uns dafür beten, dass alle letztendlich dem Vater des Lichts begegnen, dessen Wort fest und unveränderlich ist.

Am 16. Februar brach ich zu einer Reise in zwei moslemische Länder auf. Der Zweck dieser Reise war wie gewohnt: neue Gebiete auszukundschaften und die Mitarbeiter zu ermutigen. Im ersten Land habe ich in drei Städten gepredigt. Meine Zuhörer kamen aus sehr unterschiedlichen sozialen Schichten. Auch nahm ich an der Taufe von 60 Neubekehrten teil. Einen Tag nach meiner Rückkehr schrieb mir mein Freund und Mitarbeiter Sam und teilte mir mit, dass vier Mitglieder des lokalen TCCH-Teams von der Polizei verhaftet worden waren, weil sie Moslems getauft hatten. Dies ist eine gefährliche Anklage in einem moslemischen Land.

Die Gebete der Gemeinde und das rechtzeitige Eingreifen eines befreundeten Anwalts erwirkten nur wenige Tage später ihre Freilassung. Unsere Brüder sind bereits wieder zu Hause. Und obwohl der Schreck noch in ihren Gliedern steckt, sind sie bereit, weiterhin den Samen des Evangeliums auszustreuen. Lasst uns für sie und ihre Familien beten.

Die ganze Arbeit der letzten Wochen habe ich in einem Zustand körperlicher Schwäche verrichtet. Vor zwei Monaten fuhr ich mit meinem Fahrrad, als mir ein Hund über den Weg lief. Um keinen Unfall zu bauen, sprang ich vom Fahrrad ab. Ich landete auf den Beinen und konnte das Fahrrad anhalten. Zuerst war da nur ein Schreck. Doch zwei Tage später begann ich, einen scharfen Schmerz in der linken Leiste zu spüren, der mich beim Gehen beeinträchtigte. Die folgende Ultraschall-Untersuchung zeigte eine Sehnenentzündung in meinem linken Bein. Diese Erkrankung erfordert Rehabilitation, um wieder normal gehen zu können. Meine Reisen haben mich jedoch von der Rehabilitation ferngehalten, und der Schmerz ist geblieben. Der Traumatologe machte mir deutlich, dass diese Art von Verletzung Geduld erfordert. Patienten haben keine andere Wahl, als geduldig (engl. „patient“) zu sein!

Ich schliesse diesen Brief mit meinem herzlichen Dank für Eure Freundschaft, Eure treue Unterstützung und für Eure Gebete ab. Gemeinsam sind wir ein Siegerteam.

Euer Freund und Missionspartner



José Seisdedos






Zeugnisse und Briefe


Brief von Noelia — Verantwortliche für Evangelisation in der Gemeinde von Casillas (Murcia):
Unsere Gemeinde hat im Dezember 2016 begonnen, mit TCCH zusammenzuarbeiten. Eine ganze Woche pro Monat widmen wir der Evangelisation. Wir nennen diese Zeit „Kirche ohne Wände“. Die 16 Zellen, aus denen die Gemeinde besteht, gehen nicht nur in unserem Wohnort auf die Strassen, sondern auch in den umliegenden Vierteln. Wir reden mit den Menschen und ermutigen sie, anhand des Bibelkurses „Der Weg zum Glück“ mehr über Gott zu erfahren. So viele Menschen empfangen das Evangelium! Jeden Monat zeigen durchschnittlich 15 Personen ernsthaftes Interesse. Fünf haben bereits den Glaubensschritt getan und Jesus als ihren Herrn angenommen. Das Schöne ist, dass die ganze Gemeinde sich für die Evangelisation stark macht. Wir wachsen nicht nur zahlenmässig, sondern auch in der Hingabe. All dies geschieht zum Teil Dank der Inspiration und des Ansporns von TCCH. Wir bleiben dran. Ihr seid ein grosser Segen für uns. Vielen herzlichen Dank!



Brief von Jose M. Ramos — Pastor der evangelischen Gemeinde in Betanzos (Coruña)
Liebe Geschwister von TCCH, danke, dass Ihr unser Land mit dem Evangelium segnet. Eure Mitarbeit ermöglicht uns, den Menschen Schriften von hoher Qualität und mit einer klaren und direkten Botschaft weiterzugeben. Wir könnten über viele Zeugnisse berichten.

Benita ist eine Frau, die wir auf der Plaza de Betanzos kennengelernt haben. Nachdem wir ihr eine Broschüre überreicht hatten, kamen wir ins Gespräch. Das war im Oktober, und seither hat sie regelmässig die Gottesdienste besucht. Sie ist eine fröhliche Person, und ihre Freude ist ansteckend. Benita wird nie müde, allen zu erzählen, dass sie nun ihre Familie gefunden hat….

Ein weiteres schönes Zeugnis für mich ist, zu beobachten, wie Evangelisation die Gemeinde erbaut. Nicht nur in der Anzahl der Mitglieder, sondern auch in der Liebe und Barmherzigkeit. Natürlich werden Ungläubige durch das Wort Gottes gesegnet, welches gepredigt und in Gesprächen gesät wird. „Glaube kommt durch das Hören, und das Hören durch das Wort Gottes“, schrieb Paulus. Evangelisation ist, wie wenn man die Fenster öffnet, um frische Luft einzulassen. Neue Menschen erneuern uns.
Marcial ist ein junger Mann, der sich sehr stark verändert hat. Wir lernten ihn im Zentrum von Villalba kennen. Seit eineinhalb Jahren gehört er zur Gemeinde. Gott hat ihm geholfen, seinem alkoholkranken Vater, der ihn misshandelt und missbraucht hat, zu vergeben.

Gleichzeitig begegnen wir auch Menschen, die sich vom Glauben entfernt haben. Unsere Gespräche erinnern sie an den Weg, auf den sie zurückkehren müssen.
Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass es für uns ein Vorrecht ist, wenn Menschen uns verachten und verspotten. Auf diese Weise haben wir Anteil an der Ablehnung und dem Leid unseres Herrn Jesus Christus. Wenn wir mit ihm leiden, werden wir auch mit ihm regieren.


Brief von Pedro E. Lonato — Pastor der evangelischen Gemeinde in Jerez de la Frontera:
Liebe Geschwister, wir haben unsere Gemeinde mit 50 Neubekehrten eröffnet. Diese sind die Frucht des Samens, der ausgestreut wurde. Nun, zur Einweihung des neuen Gemeindesaals kamen 140 Menschen, um mehr über unseren Herrn Jesus zu erfahren. Wir brauchen Euren Bibelkurs „Der Weg zum Glück“, um diese Menschen zu unterrichten und zu Jüngern zu machen. Vielen Dank für alles, was Ihr tut, um unsere Städte mit dem Evangelium zu erreichen.






Gebetsanliegen
„Haltet fest am Gebet, und wacht darin mit Danksagung;
und betet zugleich auch für uns, dass Gott uns eine Tür des Wortes öffne,
das Geheimnis des Christus zu reden.“ (Kolosser 4,2-3)





• SPANIEN
Gemeindearbeit:
Im Februar 2017 haben ungefähr 33’000 Familien das Traktat „Die Wiederkunft“ erhalten. Dies geschah durch die Zusammenarbeit von elf Gemeinden und 59 einzelnen Helfern. Das Traktat ist eine Einladung, zu Gott umzukehren, der mit offenen Armen auf seine Kinder wartet. Bis jetzt haben 115 Personen darauf reagiert und wollen Gott durch den Bibelkurs „Der Weg zum Glück“ besser kennenlernen. Lasst uns dafür beten, dass alle letztendlich dem Vater des Lichts begegnen; sein Wort ist fest und unveränderlich.

• SPANIEN
Gesunder Menschenverstand:
Wie Ihr wisst, beansprucht die Gender-Ideologie das Recht, das eigene Geschlecht sowie die sexuelle Ausrichtung frei wählen zu können, ohne Rücksicht auf die biologische Identität selbst. Dies ist die Rebellion der Geschöpfe gegen den Schöpfer. Sie leugnen die körperlichen Merkmale und geben vor, sich als autonome Wesen selbst neu zu erschaffen. Und das soll gut sein!? Die konservative Partei hat zugestimmt, dies in den Schulen zu unterrichten, sodass die Kinder von Anfang an manipuliert werden…

Dieses Bild des Verfalls wird vom Apostel Paulus in Römer 1,18-32 beschrieben. Dieser Realität stehen wir nun gegenüber. Wir müssen eine Schutzmauer um unsere Kinder bauen. Es ist nötig, unsere Stimmen zu erheben und die Wahrheit in Liebe zu verkünden, denn nur die Wahrheit macht uns frei. Bitte betet, dass in der Regierung Leute mit einem gesunden Menschenverstand aufstehen und sich einem solch unerhörten Angriff auf unsere Kinder entgegenstellen.

Reformation: Christen sind berufen, aktiv in die Bresche zu treten, gemeinsam mit jenen, die für die Wahrheit kämpfen. Gemeinsam müssen wir der Regierung so viele Protestschreiben wie nötig zusenden, bis wir gehört werden. In diesem Jahr, während wir das 500-jährige Jubiläum der Reformation feiern, müssen wir unsere Stimmen erheben, um die Wahrheit inmitten einer verlorenen Gesellschaft zu schützen. Dadurch sind wir dem Geist der Reformation treu. Ich kann mir keine bessere Art vorstellen, dieses Jubiläum zu feiern! Bitte betet mit uns für Spanien.

• SCHWER ERREICHBARE LÄNDER
In den Ländern, die ich besucht habe, darf ich feststellen, dass sich das Evangelium inmitten von feindlichsten Umständen auf erstaunliche Weise ausbreitet. Menschen aus allen sozialen Schichten finden zum Glauben an Jesus Christus. Ich wünschte, ich könnte Euch Genaueres darüber berichten, wie Gott wirkt. Doch aus Vorsicht und Liebe zu unseren Geschwistern muss ich mich zurückhalten. Bitte betet weiterhin für unsere Brüder und Schwestern in diesen Ländern.